Aktuelles

Wir beten für dich!

Die Franziskanerbrüder beten für dein Anliegen und deine Sorgen.

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Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Texte, Mitteilungen und Veranstaltungen rund um unsere Gemeinschaft.

Besuch aus Indien

Das Haus Maria Königin ist eine Altenhilfeeinrichtung, die sich seit 2008 in der Trägerschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz befindet. Gegründet wurde das Haus von den Arenberger Dominikanerinnen, die insgesamt über 100 Jahre in Kirn wirkten. Mittlerweile haben sie sich aus Altersgründen ganz aus der Nahestadt zurückgezogen.

Seit 2016 gibt es deshalb fünf Schwestern der indischen Ordensgemeinschaft "Dienerinnen der Wahrheit", die für eine Atmosphäre der Spiritualität im Haus sorgen. Sie erhielten nun mit Bischof Emeritus Thomas Anthony aus Meisur/Indien Besuch aus ihrer Heimat. Gemeinsam mit Pfarrer i.R. Hans Rith und Diakon Bruder Bonifatius Faulhaber FFSC feierten sie Heilige Messe mit Bewohnern und Gästen.

"Wir sind sehr dankbar für das geschwisterliche Miteinander der verschiedenen Ordensgemeinschaften in unseren Einrichtungen. Uns als Träger ist es sehr wichtig, dass Ordensleben auf diesem Weg sichtbar wird und unsere Bewohner daran Anteil haben", erklärt Bruder Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V.

Einladung zur Wiedereröffnung Kreuzkapelle

Ich freute mich, als man mir
sagte: Zum Haus des Herrn
wollen wir pilgern

Ps. 122,1

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Freude möchten wir Schwestern und Brüder der beiden franziskanischen Gemeinschaften auch Sie zum Festgottesdienst

am Donnerstag, 29. Juni um 17.00 Uhr
in die Kreuzkapelle an der Wied

einladen.

In vielfacher Hinsicht haben wir Grund zu Freude und Dank. Einerseits ist es die Erfahrung des Geheimnisses von Leben, Tod und Auferstehung unseres Menschgewordenen Gottes, das Menschen seit über 300 Jahren an diesem Ort zusammenführt – andererseits ist die Kreuzkapelle ja die Gründungsstätte unserer beiden Gemeinschaften und als solche unser Portiunkula.

Dies alles ist schon Anlass genug, doch freuen wir uns in diesen Tagen besonders auch deswegen, weil die Kreuzkapelle nach umfassender Renovierung mit diesem Festgottesdienst als Ort des Gebetes und der Gottesnähe wieder allen zugänglich ist. So laden wir Sie herzlich zur Mitfeier ein und freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen.

Ihre Franziskanerinnen und Franziskanerbrüder

Br. Ulrich Schmitz
-Generalsuperior-

Ordensjubiläen in den USA

Es war der persönliche Wunsch der Mitbrüder ihr Ordensjubiläum im Kreis der Mitbrüderund einiger weniger Gäste zu feiern. Ganz bewusst hatten Br. Christian 50 Jahre und Br. John Francis sowie Br. Joel Mark 40 Jahre das Fest der "Visitatio Mariens" als den Tag ausgewählt, an dem sie in der Kapelle des Konventes St. James Monastery für das Geschenk ihres bisherigen Weges als Franziskanerbrüder v. Hl. Kreuz Gott danken wollten. 

Wie es an solchen Jubiläen vorgegeben ist, erneuern die Jubilare zum Abschluss des Wortgottesdienstes vor der sich anschließenden Gabenbereitung ihre Gelübde. Sie legen so gleichsam sich selbst mit diesem erneuten Versprechen Gott in die Hände und vertrauen dabei auf seinen begleitenden Segen und die brüderliche Weggemeinschaft der Mitbrüder.

Hauptzelebrant war P. Denis Koopmann ofm und als Konzelebrant stand unser ehemaliger Br. Joseph, seit über 10 Jahren als Priester in der Diözese Springfield inkardiniert, ihm zur Seite. Die musikalische Begleitung während des Festgottesdienstes hatte Br. Christian selbst arrangiert und zwei befreundete Musiker (Cello u. Violine ) für die festliche Gestaltung eingeladen.

Ich selbst durfte diesen Tag miterleben und so dankbar teilnehmen an der Freude der Mitbrüder und damit deutlich machen, dass dies ein Festtag für die ganze Gemeinschaft ist. Vor dem gemeinsamen Mittagessen konnte ich Br. John Francis und auch Br. David, der aus St.Louis angereist war, jeweils ein kleines aus dem Eichenholz des alten Dachstuhls der Kreuzkapelle gefertigtes Kreuz überreichen. 

Im Zeichen dieses Kreuzes, dem Zeichen des menschgewordenen, gekreuzigten und auferstandenen Herrn sind wir Franziskanerbrüder nun seit über 150 Jahren unterwegs zu den Menschen und tragen IHN im Herzen.

Bruder Ulrich Schmitz FFSC
Generalsuperior

Berufung heute - "Vergesst das Beste nicht"

Dorothee Sölle schrieb 1990 in einem Brief folgenden Gedanken, der ihr wichtig war und den sie an ihre Kinder unbedingt weitergeben wollte.

„Vergesst das Beste nicht!“

Könnte das nicht auch eine mögliche Zielformulierung für unsere Berufung als Franziskanerbrüder vom hl. Kreuz sein? So leben, dass wir auf das Beste so verweisen, dass es unvergesslich wird?

Das erfordert natürlich von uns als Gemeinschaft und von jedem einzelnen sich immer wieder bewusst auf das „Beste“ zu besinnen und auszurichten. Das provoziert natürlich die Frage: Was ist nun das Beste – für uns Menschen?

An dieser Stelle eine kleine Anregung, die Sie vielleicht bei Gelegenheit einmal aufnehmen können.

Was würden Sie einem Menschen denn zu diesem Gedanken schreiben?
Was ist Ihnen so wichtig, dass Sie es weitergeben, weitersagen wollen? (Gesundheit, Glück, Zufriedenheit …)

Jesus sagt es im Evangelium und will es uns ins Herz schreiben:
„Vergesst das Beste nicht“ – Das Reich Gottes! Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen“ (Mk. 1,15) 

Jesus spricht immer wieder auch in Geschichten und Bildern davon – zum Beispiel im „Senfkorn“, welches gesät wird und wächst. Es ist das Kleinste unter allen Samenkörnern und es geht auf und treibt große Zweige. (Mk 4)

An anderer Stelle spricht er vom kostbaren Schatz im Acker oder auch vom Sauerteig.

Jesus verweist in diesen Bildern darauf, wie das Reich Gottes kommt. Er verkündet ein anderes Kommen, das Reich Gottes bricht nicht herein mit lautem Getöse und ganz plötzlich. Nein, vorsichtig, langsam, behutsam wächst es wie eine Pflanze – oder wie ein Dieb in der Nacht – so wird das Reich Gottes Wirklichkeit.

Jesus gibt keine inhaltliche Erklärung, eine Beschreibung des Reiches Gottes, sondern er gibt sie mit seinem Leben. In der Art und Weise, wie er denkt und lebt, wie er Menschen begegnet und sie verändert, wird deutlich wie das Reich Gottes aussehen wird. Er ist selbst das Menschgewordene Reich Gottes und will uns dazu ermutigen, an diesem Reich mitzubauen. Nicht auf spektakuläre Weise, sondern indem wir immer mehr zu dem Menschen werden, wie Gott uns von jeher gewollt hat. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass er uns auf diesem Weg nahe bleibt. Jesus wendet sich allen und allem zu – er wandelt selbst das Böse, ja den Bösen und letztlich sogar den Tod.

Jesus ermächtigt durch sein Charisma dazu, unsere menschlichen Möglichkeiten zu überschreiten, doch er ist es letztlich, der diese Schritte nicht nur mit, sondern in uns geht. Jeglicher Christ ist zu diesem Zeugnis berufen. Wir alle und wir Ordenschristen mit unserem Charisma sollen mit unserem Leben auf das Beste hinweisen.

 So wird der Gedanke zu Beginn dieses Textes: „Vergesst das Beste nicht!“ nicht nur geschriebenes Wort, sondern gelebte Verkündigung.

Wenn wir beten: Dein Reich komme, dann stimmen wir Jesus zu, dass wir uns nicht mit der Welt abfinden, so wie sie ist, sondern wir glauben an einen neuen Himmel und eine neue Erde.

ZDF-Fernsehgottesdienst in der Kapelle von St. Marienwörth

Am Sonntag, 11. Dezember 2016, findet um 9.30 Uhr in der Kapelle von St. Marienwörth (Mühlenstraße 39, 55543 Bad Kreuznach) ein ZDF-Fernsehgottesdienst statt. Motto des Gottesdienstes am 3. Adventssonntag ist „Gaudete – Grund zur Hoffnung“.

 

„Wir freuen uns sehr, dass ein Gottesdienst aus unserer Kapelle dann deutschlandweit zu sehen sein wird“, erklärt Bruder Ulrich Schmitz, Generalsuperior der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz.

 

Inhaltlich wird der Gottesdienst von der Katholischen Fernseharbeit begleitet, das ZDF ist für die Produktion zuständig. Bereits ab Freitagvormittag ist das komplette Team vor Ort in Bad Kreuznach, um den minutiösen Ablauf des Gottesdienstes zu planen. Diverse Proben und Drehbuchbesprechungen sind nötig, bevor der 45-minütige Gottesdienst steht. Hauptzelebrant des Gottesdienstes ist Bruder Michael Ruedin, assistiert wird er von Diakon Bruder Bonifatius Faulhaber. Auch weitere Ordensmitglieder gestalten den Gottesdienst mit: Bruder Matthias Equit an der Orgel und andere Brüder und Schwestern als Ministranten, Lektoren und Fürbittensprecher.

 

Auch wenn die Kapelle nicht ganz so viele Plätze bietet, freuen sich die Brüder über zahlreiche Gottesdienstbesucher. Allerdings müssen alle Plätze am Sonntag selbst spätestens um 9 Uhr eingenommen sein. Darüber hinaus findet am Samstag, 10. Dezember 2016, um 17 Uhr die Generalprobe für den Gottesdienst statt. Wer also am Sonntag nicht teilnehmen kann oder möchte, ist herzlich zu dieser Probe eingeladen.

 

„Der Gottesdienst ist eine wunderbare Gelegenheit, die Spiritualität unserer Gemeinschaft einem großen Publikum näher zu bringen“, so Bruder Matthias Equit, Superior des Konventes an St. Marienwörth. „Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen unserer Region an diesem Sonntag den Fernseher einschalten würden, um auf diese Art und Weise mit dabei zu sein.“

 

Auch nach dem Gottesdienst stehen Ordenschristen und weltliche Mitarbeiter für Fragen und Rückmeldungen zum Gottesdienst telefonisch zur Verfügung. Bis 19 Uhr sind sie unter der Nummer 0700-14141010 (6,3 ct./min. Festnetz Dt. Telekom/abweichender Mobilfunktarif) erreichbar.

 

Gedanken von Br. Michael Ruedin zum Franziskusfest

Diese Tage war ich mit einer Reisegruppe auf den Spuren des hl. Franziskus in Italien unterwegs. So besuchten wir, neben den Klassikern wie sein Grab, auch ein stilles Kleinod, abseits der ausgefahrenen Straßen: Die Einsiedelei Monte Casale. Sie liegt nicht nur in eine wunderbare Natur eingebettet, sondern ist auch ein Ort, wo es Franziskus gelang Randständige zu integrieren. Konkret ging es um Landstreicher, die erst von seinen Mitbrüdern barsch fortgeschickt, auf Franziskus Intervention jedoch aufgesucht und aufmerksam bewirtet wurden. Ein Erlebnis, dass an den verblüfften Gesellen nicht spurlos vorbei ging und ihnen eine neue Perspektive eröffnete. Die Landstreicher brauchten sich fortan nicht mehr in den Wäldern zu verstecken, sondern gehörten nun dazu, wurden Teil der Gesellschaft. Dank des großen und weiten Herzens des umbrischen Heiligen, dank seiner Bereitschaft, erst zu geben statt zu verlangen, nachzugehen statt herzubestellen, dank Vertrauen statt Sicherheiten.

Wir heute erbringen auch beachtliche Integrationsleistungen, staatlich, halbstaatlich durch gemeinnützige Organisationen und vor allem durch viele engagierte Menschen über das ganze Land verstreut. Wir integrieren Flüchtlinge, durch genauso offene und großzügige Herzen. Wir ermöglichen Mitmenschen mit Handicap und anderen Benachteiligungen Teilhabe durch unser Einsatz, unser Entgegenkommen und unsere Toleranz.

Doch nicht nur der Flüchtling aus Syrien, der Benachteiligte oder Mensch mit Behinderung will integriert sein, immer häufiger fühlen sich Einwohner in Europa nicht mehr zu Hause. Die Welt scheint sich ohne sie zu verändern. Sie fühlen sich wie Spielfiguren, über die global verfügt wird. Mit Erstaunen sehen sie, was in Politik und Wirtschaft geschieht und finden sich selbst dort nicht wieder. Ein unbehaustes Gefühl hat sich leise und schleichend ausgebreitet. Und mit ihm Abstiegsangst und Ohnmacht, Hilflosigkeit und Fremdheit.

Diese Tage las ich die Forderung, Europa brauche nicht nur Konsumenten und User (also Nutzer), sondern Bürger. Ist die Forderung nicht richtig? Werden wir als Konsument, als User, nicht zur numerischen Größe, zur Spielfigur des Marktes und verlieren gerade unser behaustes Menschsein, unser selbst- und mitverantwortliches Bürger sein?

Ich meine Franziskus antwortet mit seinem Vorgehen, damals auf Monte Casale, genau auf unsere Herausforderungen heute. Zeigt er nicht den Weg auf, der da hinaus führt? Franziskus von Assisi stellt den Menschen in seiner ganzen Würde und Verantwortung in den Mittelpunkt. Er nimmt ihn in seinem Personsein mit allen Eigenheiten und Charakteren wahr, akzeptiert und wertschätzt diese gerade zu, als vom Schöpfer gegebene Ausprägungen. In dieser Erfahrung von vorurteilsloser Annahme, in diesem Raum von Anerkennung und Würdigung, wird keiner zum Spielball, bleibt keiner übrig. Ja, alle sollen und können sich nach ihren Möglichkeiten, Interessen und Fähigkeiten einbringen.

Wenn Franziskus Vertrauen und Herz verschenkt, so tut er dies, weil er ein ganz gewisses Bild vom Menschen hat: Franziskus schaut durch die Brille Gottes auf uns alle. Er hat sich den Blick des Schöpfers allen Lebens zu Eigen gemacht. Das hilft nicht nur zu integrieren, das schenkt auch Heimat.  Nämlich einen Ort, eine Gruppe, wo jede und jeder seinen Platz hat, angenommen ist, sein darf, behaust ist.

Ich denke, Europa hat dieser Tage eine solche Sicht nötig; nein nicht nur Europa: Jeder Mensch! Jede und Jeder von uns verdient diesen Blick, diese Aufmerksamkeit, diese Zuneigung, damit auch Jede und Jeder zu solchem Schauen, zu solchen Begegnungen fähig wird.

Br. Michael zum 4. Oktober 2016

Erntedankfest in der Kapelle St. Marienwörth

Erntedankfeste gibt es in der katholischen Kirche bereits seit dem 3. Jahrhundert. Wie der Name schon sagt, drückt das Fest die Dankbarkeit der Menschen über eine erfolgreiche Ernte in der Landwirtschaft und den heimischen Gärten aus. Lange wurde dieses Fest an ganz unterschiedlichen Terminen gefeiert. Erst 1972 legte die Deutsche Bischofskonferenz den ersten Sonntag im Oktober als Tag für den Erntedank fest.

Dementsprechend wurde auch in der Kapelle von St. Marienwörth am 2. Oktober Erntedank gefeiert. Die Heilige Messe begann um 9 Uhr und im Anschluss wurden die Erntegaben verteilt. Der Erlös ging an die Reling, einen Tagesaufenthalt für obdachlose Menschen in Bad Kreuznach. Der Altar mit den Erntegaben war von Schwester Luzia und Frau Baumann liebevoll geschmückt worden. Dafür ganz herzlichen Dank!

Brüderjubiläum mit Einweihung der Strahlentherapie und "Tag der offenen Türen"

Am Samstag, 3. September 2016, feierten die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz einen Festgottesdienst zum Jubiläum „125 Jahre Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Bad Kreuznach“. Darüber hinaus wurde eine Fotoausstellung zum Wirken der Gemeinschaft eröffnet und eine Festschrift dokumentiert das Wirken von der Gründung der Niederlassung im Jahr 1891 bis heute.  Nach dem Gottesdienst fand direkt im Anschluss ein Festakt zur Einweihung der neuen Strahlentherapie RheinMainNahe statt.  

Hauptzelebrant des Gottesdienstes war Dechant Günter Hardt, die musikalische Begleitung übernahm der August-Wiltberger-Chor aus Bad Sobernheim unter der Leitung von Markus Maximilian Jungert.

 

Im Anschluss an Gottesdienst und Einweihung der Strahlentherapie fand ein "Tag der offenen Türen" am Krankenhaus St. Marienwörth statt. Zwei Schwerpunkte lagen dabei auf der neuen Schlaganfallstation und auch die neu aufgestellte Abteilung für Chirurgie stellte ihr Spektrum vor. Darüber hinaus gab es zahlreiche Vorführungen aus dem Bereich der Endoskopie, Informationen und Aktionen zu Schlaflabor, Sozialdienst, Gesundheits- und Krankenpflegeschule, Augenabteilung, Kinaesthetics, Hygieneabteilung und der Zentralen Notaufnahme.

 

Die Abteilung Akutpsychosomatik bot Mitmachangebote, die Palliativstation stellte sich vor und das Darmzentrum Nahe sowie das Brustzentrum Nahe informierten über ihre Arbeit. Physiotherapeutische Mitmachangebote standen ebenso auf dem Programm wie Reanimationsvorführungen, Aktionen der Diabetesschulung und des Labors, Stillberatung, Kreißsaalbesichtigungen, ein kostenloses Babybauchfoto für werdende Mütter und die Vorführung des 3D-Ultraschalls. An verschiedenen OP-Trainern konnten Besucher ihr Geschick testen, es gab Informationen zum Thema Gelenkersatz und die Praxis für Ergotherapie und Logopädie stellte einen Zungenkrafttrainer und ein Dysphagiegerät zur Diagnostik von Schluckstörungen vor.

 

Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Musikverein Winzenheim und das Deutsche Rote Kreuz unterhielt die Kleinsten mit Kinder- und Wundenschminken. Auch die  Altenhilfeeinrichtung „Haus St. Josef“ in unmittelbarer Nachbarschaft informierte zu ihrem Angebot und lud zu Hausführungen ein. Außerdem präsentierten sich zahlreiche Kooperationspartner und Selbsthilfegruppen.

Franziskanerbrüder seit 125 Jahren in Bad Kreuznach tätig

Im Jahr 2016 sind die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz seit 125 Jahren in Bad Kreuznach. Die Ordensgemeinschaft feiert dieses besondere Jubiläum mit einem Festgottesdienst am Samstag, 3. September 2016, um 10 Uhr in der Kapelle von St. Marienwörth und dem anschließenden „Tag der offenen Türen“ mit Einweihung der neuen Strahlentherapie. An diesem  Tag soll es auch eine Fotoausstellung mit Bildern aus allen Epochen von St. Marienwörth geben und eine Jubiläumsfestschrift wird vorgestellt.

Am 21. Dezember 1891 bezogen die ersten drei Brüder der Gemeinschaft eine kleine Mietwohnung beim Schuhmachermeister Jakob Hornberger in der Karlstraße 15, der heutigen Magister-Faust-Gasse. Am 18. Juli 1893 ging das Gast- und Badehaus „Kiskys Wörth“ in den Besitz der Franziskanerbrüder überging, das St. Marienwörth war geboren. 1937 mussten sich die Brüder der Nationalsozialistischen Diktatur beugen und das Krankenhaus verlassen, das ihnen durch den ersten kommissarischen Landrat nach dem Krieg, Fritz Sieben, am 30. Juni 1946 zurückgegeben wurde. 1966 feierte man das Richtfest des damals modernsten Krankenhauses im Land, dem das alte Krankenhausgebäude weichen musste. Nach vierjähriger Bauzeit wurde das neue Gebäude am 12. Juli 1968 seiner Bestimmung übergeben. Weihnachten 1971 konnte dann der erste Gottesdienst in der neuen Kapelle gefeiert werden, das neue Personalwohnheim wurde am 26. Oktober 1972 eingeweiht. Seit dieser Zeit wurde das medizinische Angebot des Hauses sukzessive erweitert und auch baulich standen immer wieder Veränderungen an. Der bedeutendste davon ist die Einweihung des Erweiterungsbaus des Krankenhauses mit dem dazugehörigen Ärztehaus und dem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Neubaus im Jahr 2009. Das neue Gebäude der Strahlentherapie wird am 3. September erstmals für Besucher geöffnet sein und ab Ende 2016 wird ein neues Nierenzentrum auf dem Gelände des Gesundheitszentrums Nahe entstehen.

Neben dem Krankenhaus St. Marienwörth sind die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in der Region Bad Kreuznach auch Träger der Senioreneinrichtungen Haus St. Josef und St. Antoniushaus in Bad Kreuznach, Puricelli Stift in Rheinböllen, Haus Maria Königin in Kirn und Haus St. Michael in Kirchberg/Hunsrück. Darüber hinaus gehören das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Nahe, der Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe, das Informationsbüro Demenz und die Stadtteilkoordination „Zuhause im Stadtteil“ zur Trägerschaft der Franziskanerbrüder.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir nun schon so lange in Bad Kreuznach wirken dürfen“, erklärt Bruder Bonifatius Faulhaber, Vorstandsvorsitzender der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz und Superior des Kreuznacher Konvents. „Heute wie vor 125 Jahren ist es unser Streben, uns mit Gottes Hilfe voll und ganz in den Dienst der Menschen zu stellen.“

Bruder Jakobus Wirth Stiftung feiert zehnjähriges Bestehen

Im Mai 2006 wurde die Bruder Jakobus Wirth Gemeinschaftsstiftung durch die Übergabe der Stiftungsurkunde offiziell errichtet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe in den Einrichtungen der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. Durch die Unterstützung der Stiftung können wichtige Projekte gefördert werden, für die keine Finanzierungsmöglichkeit durch die Kostenträger gegeben ist.

 

Zum zehnjährigen Bestehen der Stiftung fand am 21. Juni 2016 eine Festveranstaltung im Mutterhaus der Gemeinschaft in Hausen an der Wied statt. Nach der Begrüßung durch Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz sprach die Schirmherrin der Veranstaltung, Ihre Durchlaucht Fürstin Isabelle zu Wied, zum Thema Ehrenamt. „Rheinland-Pfalz ist Spitzenreiter beim Thema Ehrenamt. Rund 1,5 Millionen Menschen engagieren sich für einen guten Zweck wie zum Beispiel die Bruder Jakobus Wirth Stiftung. Das ist etwas, auf das wir sehr stolz sein können“, so die Fürstin zu Wied.  Im Anschluss berichtete Robert Gosenheimer, Leitender Arzt der Palliativstation am Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach, wie die Unterstützung der Stiftung ihm in seiner täglichen Arbeit hilft. „Dank der Stiftung konnten wir einen Ratgeber für Angehörige zur Pflege von schwerstkranken Menschen erstellen. Diese Unterstützung erweist sich Tag für Tag als segensreich“, so der Mediziner.

 

Nach den Grußworten folgte die Eröffnung der Ausstellung „10 Jahre – 10 Geschichten“. Hier sind Förderer der Stiftung und Bewohner oder Patienten gemeinsam abgebildet. Die Bilder von Fotograf Gerhard Kind zeigen, wie und wo die Stiftung das Leben der Menschen in den Einrichtungen der Franziskanerbrüder verbessert und beeinflusst. Dies ist auch ein großes Anliegen von Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz, der gleichzeitig Stiftungsvorsitzender ist: „Bei der Stiftung geht es uns nicht nur um die finanzielle Unterstützung unserer Häuser, sondern auch um die Weitergabe der Ideen unseres Stifters Jakobus Wirth. Für ihn stand immer der Mensch im Mittelpunkt und diese Nähe ist uns bis heute sehr wichtig."  

Die Stiftung hat ein Einlagevermögen von 756.000,-- Euro. Im Jahr 2015 konnten vier Projekte mit insgesamt 15.000,-- Euro gefördert werden, während der letzten zehn Jahre wurden in Summe rund 90.000,-- Euro ausgeschüttet. Der Stiftungsvorstand besteht aus Bruder Ulrich Schmitz, Bruder Bonifatius Faulhaber und Bruder Matthias Equit. Hinzu kommen die Stiftungskuratoren Steuerberater Alois Schaub, Verbandsbürgermeister Werner Grüber und Prinzessin Friederike zu Salm-Salm.

Brüdertreffen 2016 - Identität und Sendung

Wie in den vergangenen 15 Jahren, so haben wir Franziskanerbrüder uns auch in diesem Jahr am Stiftungstag unserer Gemeinschaft zu einem geistlichen Tag der Begegnung getroffen. Im gemeinsamen Festgottesdienst  sprach Rektor Baus in seiner Predigt vom Geheimnis und der Kraft, die jedem Neuanfang innewohnen, doch auch die Bereitschaft zum Loslassen erforderlich macht.

Inhaltlich hatte Bruder Ulrich seine Impulse am Vormittag und Nachmittag an dem Dokument,  „Identität und Sendung des Ordensbruders in der Kirche“ welches am Fest des hl. Franziskus dem 04. Oktober 2015 von der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens / Rom erarbeitet wurde, ausgerichtet.  An der Erstellung dieses Dokuments hat auch der frühere Generalminister der Franziskaner, Jose Rodriguez Carballo (ofm) und jetzige Sekretär der Religiosen Kongregation wesentlichen Anteil.

Ausgehend von den drei Dimensionen: 

Brüderlichkeit als empfangene Gabe (Geheimnis)

Brüderlichkeit als geteilte Gabe (Communio)

Brüderlichkeit als geschenkte Gabe (Sendung) 

zeigte Br. Ulrich in seinem Referat die Bedeutsamkeit dieser drei Dimensionen auf und machte deutlich, wo und in welcher Form diese auch in der Franziskanischen Drittordens Regel und unseren Konstitutionen ihren Platz gefunden haben. Im gemeinsamen Austausch wurde dann über wesentliche Aussagen dieses Dokumentes nachgedacht und für unser Selbstverständnis als Franziskanerbrüder konkretisiert. Dabei wurde uns erneut deutlich, dass unsere Identität  vorrangig nicht in unseren sozialen Aufgaben erkennbar wird, sondern in der Art und Weise unseres brüderlichen Miteinanders. Unsere glaubwürdig gelebte Brüderlichkeit und Geschwisterlichkeit sollen zu einer erhellenden Antwort Gottes auf die Zerrissenheit der Welt werden. Als Brüder sind wir nicht nur für uns selbst da, sondern müssen Zeugnis geben für die wesentlichen Werte des Evangeliums. Wir sollen als Gemeinschaft „Gedächtnisstütze für die Kirche“ sein. Eine weitere Bestätigung wurde uns auch in der Aussage geschenkt, dass ein Leben als Bruder ohne die aufmerksame und heilende Nähe zu den Menschen, die ausgesondert oder ganz am Rand leben nicht möglich ist.   

Brudersein Heute, so ist es in diesem Dokument zu lesen, ist ein Erzählen von der Gnade in der Kirche für die Welt. Wie gut passt da ein Wort unseres ehrwürdigen Stifters Bruder Jakobus Wirth:

„Liebe Brüder, bedenkt, dass ihr in einer Aufgabe steht, die den Menschen von Gott erzählen soll.“

Am Nachmittag haben wir dann noch intensiv mit den bei der Synode erarbeiteten und ins Abschlussdokument aufgenommenen 4 Perspektivwechseln gearbeitet:

-          Vom Einzelnen her denken 

-          Charismen vor Aufgaben in den Blick nehmen

-          Weite pastorale Räume einrichten und netzwerkartige Kooperationsformen verankern

-          Das synodale Prinzip bistumsweit leben

Mit der Vesper und dem gemeinsamen Ausklang beim Abendessen und der anschließenden Rekreation endete ein reich gefüllter Tag für uns Franziskanerbrüder vom hl. Kreuz.

pax et bonum  
Br. Ulrich 

Das Gottgeweihte Leben, ein Zeugnis für Welt und Kirche, im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit

Am 02. Februar feiert die katholische Kirche den Gedenktag des „Gottgeweihten Lebens.“ Von Anfang an gab es in der Kirche Frauen und Männer, die durch ihr Leben sich ganz Gott weihen wollten, auch in unserer Stadt und unserer Region gibt es diese Frauen und Männer. In ihrer Lebensform nach den Evangelischen Räten (Armut, Gehorsam, Keuschheit), möchten sie Jesus in größerer Freiheit nachfolgen, möchten mit ihm eine einmalige, intime und ausschließliche Beziehung eingehen, die eine andere zwischenmenschliche Beziehung nicht mehr zulässt. Sie möchten durch diese besondere Lebensform darauf hinweisen, dass die eigentliche Erfüllung menschlicher Sehnsucht noch aussteht und dass das Leben als Christ nicht aus einer abstrakten Glaubenslehre besteht, sondern aus der Gemeinschaft mit Christus, unserem Herrn. Bei dieser Lebensform handelt es sich um Haltungen und Werte von: Warten, Erwarten, Hoffen, Ausschau halten und Hinweisen. Haltungen und Werte, welche in unserer Gesellschaft und manchmal auch in der Kirche nicht gerade hoch im Kurs stehen und eher belächelt, ja abgelehnt werden. Die Nachfolge des Lebens und des Lebensweges Christi ist eine Herausforderung für alle Christen, der sie nachkommen müssen. Ja, es ist eine gewaltige Herausforderung für den Christen, denn es gilt dem Gekreuzigten und auferstandenen Herrn zu folgen. Sein Leben mit dem eigenen Leben zu bezeugen, bei Christus in die Schule des Lebens zu gehen. Auf diesem Lebensweg braucht es immer wieder Zeugnis, Beispiel, Inspiration und kritische Anfrage.

Könnten nicht die Gemeinschaften des Gottgeweihten Lebens hier ein Splitter im Auge der Kirche und der Gesellschaft sein, um deutlich zu machen, was es heißt, an den Gott Jesu zu glauben und ihm nachzufolgen?

Könnten die Gemeinschaften des Gottgeweihten Lebens nicht zum Rufer in der Wüste werden und das Anbrechen des Reiches Gottes glaubhaft und zeugenhaft leben und damit deutlich machen, dass das Reich Gottes schon mitten unter uns ist?

Kurz gesagt, braucht die Gesellschaft und die Kirche das Zeugnis des Gottgeweihten Lebens?

Ja, die Gesellschaft und vor allem die Kirche braucht dieses Zeugnis des Gottgeweihten Lebens, um sich ihrer eigenen Sendung und Berufung ständig bewusst zu werden. Die Kirche braucht diese Geistlichen Gemeinschaften, damit die Menschen diese Sendung und Berufung lebendig erfahren, auch als ein Zeichen vielfältiger Charismen und Lebensvollzüge in der Kirche.

Papst Johannes Paul II. schrieb am 25. März 1996 im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Vita Consecrata“ an die Frauen und Männer der Geistlichen Gemeinschaften und der Institute des Gottgeweihten Lebens:

„Ihr sollt euch nicht nur einer glanzvollen Geschichte erinnern und darüber erzählen, sondern Ihr habt eine große Geschichte aufzubauen! Blickt in die Zukunft, in die der Geist versetzt, um durch Euch noch große Dinge zu vollbringen. Macht Euer Leben zu einer leidenschaftlichen Christuserwartung, indem Ihr ihm entgegengeht wie die klugen Jungfrauen dem Bräutigam entgegengehen. Seid immer bereit, treu zu Christus, zur Kirche, zu Eurem Institut und gegenüber dem Menschen unserer Zeit. So werdet Ihr Tag für Tag von Christus erneuert werden, um mit seinem Geist brüderliche Gemeinschaften aufzubauen, mit ihm den Armen die Füße waschen und euren unersetzlichen Beitrag zur Verklärung der Welt zu leisten.“

Diese Aussagen sind heute genauso aktuell wie damals, vielleicht sogar aktueller den je.......

Es braucht aber immer wieder Ansporn und es ist Herausforderung, auf dem Weg der besonderen Nachfolge Christi nicht zu ermüden und sein JA täglich neu zu sprechen, im Bewusstsein, dass es auch Wegstrecken mit Einsamkeit und Dürre geben wird. Täglich das Loslassen neu einüben, loslassen von dem was einem am liebsten ist, damit Gott es wandelt und erneuert zurückgibt.

Sich nur in Gott verankern und so den eigenen Lebensweg / Glaubensweg zu gehen wie Abraham ihn gegangen ist, so zu leben, als hätte man, und hat doch noch nicht. Dafür braucht es Menschen die mitgehen, die mitbeten und mit Ausschau halten, Ausschau nach dem himmlischen Bräutigam.

Wir, die Ordensgemeinschaften von St. Marienwörth begehen den Festtag, den 02.02.2016 mit einer Statio an der Marienstatue im Park und ziehen anschl. mit einer Lichterprozession zum Festgottesdienst in die Kapelle. Beginn ist um 18.00 Uhr an der Marienstatue im Park.

Ausstellung "Alle unter seinem Stern"

Vor wenigen Tagen eröffnete Bruder Ulrich Schmitz FFSC, Generalsuperior der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz die erste gemeinsame Ausstellung von Beate Heinen mit Künstlerinnen und Künstlern aus den Einrichtungen der Franziskanerbrüder. Künstlerisches Tun schenkt nicht nur Schaffensfreude oder stärkt die Persönlichkeit, sondern bietet eine wunderbare Möglichkeit bei aller individuellen Unterschiedlichkeit etwas gemeinsam zu tun. Außerdem, so sagt es Beate Heinen, entwickelt sich durch kunsttherapeutisches Arbeiten eine große Achtsamkeit und Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber. Gemeinsam mit Bruder Ulrich bildet sich die bekannte Illustratorin seit drei Jahren regelmäßig an der Fachschule für Kunsttherapie in Köln für die Arbeit als Kunsttherapeutin weiter.

Zur Ausstellungseröffnung waren unter den zahlreichen Gästen auch 25 Künstlerinnen und Künstler, die nun ihre Werke voller Freude präsentieren konnten. Neben drei Originalen von Beate Heinen, darunter auch das diesjährige Weihnachtsbild „ Alle unter seinem Stern", sind diese noch bis zum 30. Januar 2016 an den Wochenenden von 11.00 Uhr bis 17:00 Uhr und nach telefonischer Anmeldung unter der Telefonnummer (02638) 9280 zu besichtigen. Nach der Begrüßung durch Bruder Ulrich hatten die Künstlerinnen und Künstler Gelegenheit ihre Werke vorzustellen. Es entstand rasch eine Atmosphäre offener Begegnung zwischen Künstlern und Gästen, zu denen auch Verbandsbürgermeister Werner Grüber gehörte. Jeder kann nachvollziehen, welch großartige Erfahrung es ist, anderen etwas zeigen und erklären zu dürfen. Ich habe der „Welt etwas zu sagen" und diese hört auch zu, schaut mich an, der ich mich ein Stück in meinem Bild zeige. Das ist auch die Intention dieser Ausstellung, die Begegnung fördern will, die ein Miteinander auf Augenhöhe möglich macht. Da passte es natürlich gut, dass Beate Heinen auch ihr neu erschienenes Buch „ Stationen" mitgebracht hatte, das natürlich auch auf großes Interesse stieß, denn auf diesen 260 Seiten erzählt sie in Text und Bild aus ihrem Leben, dass man neben vielen farbigen Abbildungen Vertrautes und Neues über ihr Leben und ihre Kunst erfährt. Wenn die Ausstellung im Januar dann endet, wird überlegt, diese auch an anderen Orten der Öffentlichkeit vielleicht mit anderem Titel vorzustellen. Ganz gewiss werden nicht nur schöne Erinnerungen bleiben, sondern aus dieser Ersterfahrung noch manch neues Pflänzchen wachsen.

Franziskus - Das ist es, was ich will...

In unterschiedlichsten Situationen begegnen wir im Leben immer wieder dieser Frage nach dem eigenen Willen. Es ist eine große Herausforderung Kinder so ins Leben zu begleiten, dass sie wirklich ihren Weg finden. Die Frage nach dem eigenen Lebensweg begleitet uns Menschen ein Leben lang. Immer wieder begegnen wir Situationen, in denen wir uns entscheiden müssen. Nicht immer wissen wir, was wir tun sollen oder was mich meiner Sehnsucht näher bringen kann.

So erlebte es auch der hl. Franziskus, der eine tiefe Sehnsucht, einen Ruf in sich verspürte, ohne genau zu wissen, wohin ihn dieser Ruf führen würde.

Gerade in diesen Momenten und Phasen der Unsicherheit zeigt sich Gott dem Suchenden, dem Tastenden auf oft überraschende Weise. Und so hatte auch Franziskus seine ganz persönliche „Pfingsterfahrung“. Den Geist, der uns Erkenntnis schenkt, können wir uns zwar nicht selber geben, doch wir können um diesen Geist des Erkennens bitten.

Und Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht jeden von uns in solche Momente des Erkennens hineinführt. Doch es ist eine erschreckende Wirklichkeit, dass durch Menschen dieses Erkennen auch verhindert werden kann. Zurzeit erleben wir dies auf sehr bedrängende Weise in der großen Not und den persönlichen Tragödien so vieler  Menschen, die auf der Flucht sind. Diese Not treibt die Menschen über die Grenzen in eine neue Freiheit, führt gleichzeitig jedoch auch an die Grenzen des menschlich Möglichen. Der Hl. Franziskus vertraute auf Gottes Führung. Er setzt sich IHM aus und bittet um Erkenntnis, und er erkennt, das ist es, was ich will……. Der Botschaft des Evangeliums ein Gesicht geben.

Auch  unser ehrwürdiger Stifter Br. Jakobus wollte nicht sich selbst zeigen, sondern Spiegel sein, der uns erkennen lässt, wer wir sind oder auch Fenster sein, dass uns die Weite und Tiefe unseres Lebens erahnen lässt.

Bitten wir in diesen Tagen mit dem hl. Franziskus und empfehlen wir alle Not unserer Tage Gott dem Allmächtigen.

Allmächtiger, guter Gott –

-         sei uns nahe und hilf uns, dass wir immer mehr Mitliebende Gottes werden
-         Gott – voll werden
-         Gott – voll werden durch das Gebet
-         Gott – voll werden in der Begegnung mit der Schöpfung
-         Gott – voll werden in der Begegnung mit den verwundeten, gebrochenen und verirrten Menschen

Wir sagen dir Dank
und bitten um deinen Segen

Amen

Transitus des hl. Franziskus - herzliche Einladung zur Mitfeier

Am Abend des 3. Oktobers feiern die franziskanischen Ordensgemeinschaften den Transitus (Hinübergang) des hl. Franziskus vom Leben in den Tod. Franziskus selbst hat "Bruder Tod" als "Durchgang" auf dem Weg zu Gott bezeichnet. Diese besondere liturgische Feier orientiert sich an den historischen Ereignissen. So werden beispielsweise die Texte gelesen, die sich Franziskus damals der Überlieferung nach von seinen Brüdern hat vorlesen lassen. Dazu laden die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz alle Interessierten am Samstag, 03.10.2015 um 18 Uhr in die Kapelle St. Marienwörth, Mühlenstraße 39 in 55543 Bad Kreuznach zur so genannten "Transitus-Feier" ein.

Stiftung übergibt fast 15.000,-- Euro an Einrichtungen

Die Bruder Jakobus Wirth Stiftung mit Sitz in Hausen/Wied übergibt drei Spendenschecks an Einrichtungen der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Bad Kreuznach: Das Krankenhaus St. Marienwörth erhält 5.000,-- Euro für die Umgestaltung des Aufenthaltsbereiches der Chirurgischen Abteilung, der Palliativstützpunkt bekommt 4.550,-- Euro für die Erstellung eines Leitfadens für pflegende Angehörige und das Haus St. Josef freut sich über 4.200,-- Euro für die Neugestaltung seiner Hausgemeinschaften.

Der Aufenthaltsbereich der Chirurgischen Abteilung wird komplett umgestaltet und neu möbliert. „Gerade unsere Patienten können oft nicht weit laufen und sind darauf angewiesen, sich vermehrt auf der Station aufzuhalten. Deshalb möchten wir diesen Bereich der Begegnung so gestalten, dass sie sich wohlfühlen können und eine Rückzugsmöglichkeit zum Gespräch mit Angehörigen und Freunden finden", erklärt Thomas Weckmüller, Abteilungsleiter Pflege der Chirurgie.

Der Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe hat vor kurzem eine Broschüre „Ich will dir helfen" in Zusammenarbeit mit dem Stützpunkt aus Gifhorn aufgelegt. Die Publikation richtet sich in erster Linie an pflegende Angehörige und ist eine wertvolle Hilfe, schwerstkranke und sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu Hause zu betreuen. „Wir bekommen immens viele positive Rückmeldungen zu dem Leitfaden, weil er pflegenden Angehörigen ganz konkrete Tipps im Umgang mit Sterbenden gibt und viel Unsicherheit nimmt", so Brigitte Dreher, pflegerische Leitung des Stützpunktes.

Das Haus St. Josef nutzt den Beitrag der Stiftung in Höhe von 4.200,-- Euro, um seine Hausgemeinschaften umzugestalten. Gerade in einer Senioreneinrichtung ist es wichtig, dass sich Bewohner wirklich zuhause fühlen können. Neben der individuellen Einrichtung des eigenen Zimmers sollten auch die Gemeinschaftsräume einladend und attraktiv gestaltet sein. „Gerade beim Hausgemeinschaftskonzept, das wir hier umsetzen, kommt solchen Räumen eine zentrale Bedeutung zu. Sie sind so etwas wie das Wohnzimmer der Hausgemeinschaft, in dem die Bewohner einen großen Teil ihrer Zeit verbringen", weiß Einrichtungsleiter Michael Hartmann.

Helmut Ziegler, der in seiner Funktion als Verwaltungsdirektor für alle drei Einrichtungen zuständig ist, ergänzt: „Diese Projekte sind aus dem normalen Budget der Häuser leider nicht zu finanzieren. Deshalb sind wir sehr froh, dass die Stiftung uns hier unterstützt." Im Mai 2006 wurde die Bruder Jakobus Wirth Gemeinschaftsstiftung durch die Übergabe der Stiftungsurkunde offiziell errichtet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe in den Einrichtungen der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. Die einzelnen Häuser können Anträge stellen, über die dann der Stiftungsrat entscheidet.

„Mit der Stiftung haben wir eine Möglichkeit geschaffen, Mittel für unsere caritative Arbeit einzuwerben", so Bruder Ulrich Schmitz, der als Generalsuperior der Gemeinschaft gleichzeitig Stiftungsvorsitzender ist. „Hier können sich Menschen durch Spenden oder sogar durch eine Zustiftung einbringen und die Arbeit der Franziskanerbrüder auf diese Art und Weise unterstützen." Eine dieser Menschen ist Barbara Carl, die durch eine Zustiftung die Arbeit in den sozialen Einrichtungen der Franziskanerbrüder seit Jahren begleitet. Auch beim Termin in Bad Kreuznach war sie mit dabei, um sich die Projekte, die unter anderem durch ihre Hilfe umgesetzt werden können, vor Ort anzuschauen.

Friedensgebet in der Klosterkirche

"Lebt als Kinder des Lichtes und legt Spuren des Friedens in die Welt des Dunkels"

Dies war der Leitgedanke des Friedensgebetes, welches seit nun 30 Jahren im Wiedtal sowohl in den beiden franziskanischen Ordensgemeinschaften als auch in den Pfarreien der Pfarreiengemeinschaft monatlich stattfindet.

Ausgehend von den Zeichnungen von Monika Bartholome im neuen Gotteslob, gingen die Teilnehmenden auf die Suche nach den Friedensspuren und Versöhnungserfahrungen im eigenen Leben. Gleichzeitig wurde an die Menschen besonders gedacht, die unter Verfolgung, Krieg und Terror zu leiden haben.

Der Text des Apostel Paulus aus dem Brief an die Epheser: „ Über eure Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, stärkt und dem, der es hört Nutzen bringt. … Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.“ (4, 29-32) stand im Mittelpunkt der Betrachtung und der Fürbitten.

Diese wurden nach einer Stille formuliert und ein selbst gezeichnetes persönliches Symbol, ein Wort und vielleicht auch eine persönliche „Friedensspur“ führten die zum Gebet Versammelten an die Nöte der Menschen heran. Sich im Gebet die Kraft immer wieder schenken lassen, um mich sensibel den Anliegen der Welt und der Not der Menschen zuwenden zu können, dazu sind diese Gebetstreffen über die vielen Jahre wichtiger Bestandteil des gemeindlichen Lebens für eine große Zahl regelmäßiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer geworden.

Das pax et bonum des hl. Franziskus bleibt auch auf diese Weise ein lebendiges Echo der Liebe und Barmherzigkeit Gottes hier im Wiedtal.

Shalom

Ihre Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz 

Wallfahrt nach Schönstatt

Die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz laden alle Interessierten herzlich zur Wallfahrt nach Schönstatt ein, dem Ursprungsort der internationalen Schönstatt-Bewegung. Täglich pilgern Menschen aus aller Welt zum "Urheiligtum", der Mitte dieses marianischen Wallfahrtsortes.  Am Donnerstag, 2. Juli 2015, möchte sich auch eine Gruppe aus Bad Kreuznach auf den Weg nach Vallendar machen. Abfahrt ist um 8.30 Uhr, um 10.30 Uhr findet ein Festgottesdienst statt und um 12.30 Uhr ein gemeinsames Mittagessen. Nach der Andacht um 16.30 Uhr treten alle Pilger gegen 17.30 Uhr die Rückfahrt nach Bad Kreuznach an. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung bei Bruder Bonifatius Faulhaber FFSC unter der Telefonnummer (0671) 372-1225 oder per E-Mail an bonifatius.faulhaber(at)franziskanerbrueder.org. Der Unkostenbeitrag beträgt 25,-- Euro.

Erste Priesterweihe nach 60 Jahren

Ein ganz besonderer Tag für den Franziskanerbruder Michael Ruedin und ein ganz besonderer Moment für die Gemeinschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz in Hausen: Nach mehr als 60 Jahren wurde mit Bruder Michael Ruedin wieder ein Priester aus den Reihen der Ordensgemeinschaft geweiht, die bis heute seit ihrer Gründung im Jahr 1862 vier Priester in ihren Reihen hatte.

Neben den Eltern und der Familie waren auch viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter von Br. Michael angereist, um diese Feier mitzuerleben. Mit großer Freude konnte Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Einrichtungen der Franziskanerbrüder begrüßen. Von einigen Bewohnerinnen und Bewohnern des St. Josefshauses wurde Bischof Stephan Ackermann bereits vor dem Gottesdienst auf ganz persönliche Weise mit einer herzlichen Umarmung begrüßt, die dieser mit Blick in die Kirche mit folgender Bemerkung kommentierte: „So herzlich und auf so besondere Weise werde ich selten in der Kirche begrüßt!“

In der Klosterkirche des Mutterhauses legte Bruder Michael dann im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes sein Versprechen, den vielfältigen priesterlichen Dienst zu leisten, vor Bischof Dr. Stephan Ackermann, seinen Mitbrüdern, Priestern der Diözese und der Gemeinde ab. „Die Priesterweihe ist ein besonderes Geschenk für unseren Orden“, sagte Bruder Ulrich voller Freude. „Und die vielen Schwestern und Brüder der verschiedenen Gemeinschaften wirken wie ein Spiegel für die unbegrenzten Möglichkeiten Gottes. Die Priesterweihe von Bruder Michael vergegenwärtigt die liebende Präsenz Gottes, die uns nun im Geheimnis der Eucharistiefeier neu geschenkt wird.“

Diesen Worten zur Begrüßung folgten in der Klosterkirche bewegende Momente. Nach dem Versprechen von Bruder Michael legte Bischof Dr. Stephan Ackermann in einem Moment der Stille dem Ordensmann die Hand auf. Dem Beispiel der Apostel folgend, brachten auch die anwesenden Priester durch die Handauflegung zum Ausdruck, dass Gottes Hand sich auf den Weihkandidaten legt und ihn mit seinem Geist erfüllen möge. „Priester in einer Brüdergemeinschaft zu werden, ist eher selten", sagte Bischof Ackermann, und so machte er in seiner Predigt deutlich, was dies bedeutet: „Der Priester bringt sich ein als ein Glied an dem Leib der Gemeinschaft, er stellt sein Handeln in den Dienst der Menschen. Er bleibt einer der Brüder mit einem besonderen sakramentalen Dienst und Auftrag. In Jesus bietet Gott seinen Bund an, streckt uns die Hand entgegen und will, dass wir sie ergreifen, um immer mehr von IHM ergriffen zu werden. Die Bundestreue Gottes, die er allen Menschen zusagt, wird im priesterlichen Dienst aufs eindrücklichste sichtbar.“

Für die Franziskanerbrüder ist die Priesterweihe von Bruder Michael sozusagen ein „Neuanfang.“ Denn es war die erste Weihe nach einer Grundsatzentscheidung des Generalkapitels im Jahr 2006, in dem die Möglichkeit geschaffen wurde, dass auch ein Mitbruder seine Berufung zum Priestertum in der Brüdergemeinschaft verwirklichen kann. In jedem Fall war es ein großes Fest für die Gemeinschaft der Franziskaner und für die Kirche von Trier.

Alle Teilnehmenden waren nach dem feierlichen Schlusssegen zur Gratulation und persönlichen Begegnung mit dem neu geweihten Priester, den Mitbrüdern der Gemeinschaft und nicht zuletzt auch mit Bischof Stephan Ackermann eingeladen. Es war schon etwas ganz Besonderes, eine Priesterweihe in einem so „familiären“ Miteinander von Menschen in all ihrer Vielfalt zu erleben, so sagten es neben Bischof Stephan Ackermann auch viele der Besucher.

Bruder Michael begleitet am Orden interessierte Menschen

Bruder Michael Ruedin wurde in der Schweiz geboren. Seit 2001 lebt er bereits in der Ordensgemeinschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. Er studierte Theologie in Mainz und Lantershofen. Künftig wird er im Kloster Ebernach in Cochem die Seelsorge in der Einrichtung übernehmen. Darüber hinaus ist er verantwortlich für die Formation in der Gemeinschaft. Er begleitet Menschen, die sich für ein Leben in der Ordensgemeinschaft der Franziskaner interessieren.

Text: Beate Christ, Bruder Ulrich Schmitz

Christus, das Licht der Welt

Bischof Stephan Ackermann hatte die Ordensleute und alle Frauen und Männer des geweihten Lebens im Rahmen der Heilig Rock Wallfahrt am 23. April zu einem Ordenstag nach Trier eingeladen. Dieser Tag des Gebets und der geschwisterlichen Begegnung, der von Dr. Georg Holkenbrink und Frau Johanna Schneider gemeinsam mit dem Ordensrat ausgesprochen gut geplant und vorbereitet worden war, wurde zu einem besonderen Ereignis im „ Jahr des geweihten Lebens“.

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, teilte mit uns seine Gedanken über Quelle, Kraft und Bedeutung des Ordenslebens für die Kirche selbst und die Menschen heute. Dabei erinnerte er an die Kraft der „ Ersten Liebe“, die auch in der Offenbarung angemahnt wird. Dort heißt es: „Ich weiß um deine Werke, um deine Mühe und dein Ausharren und dass du Böses nicht ertragen kannst. …. ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast."  (Offenbarung Kap 2. 2-5 )

Wir sind immer wieder aufgerufen, so Bischof Felix Genn, diese erste Liebe lebendig zu halten. Außerdem betonte er, dass in den Texten der Synode Mitte der siebziger Jahre erstmals wohl der Begriff „vita religiosa“ verwendet wird, mit dem die Bedeutung auch anderer Formen religiösen Lebens betont, und eine Einengung auf die Orden vermieden wird. Dass religiöses Leben sich in vielfältigen Lebensformen zeigt, ja alle Christen zur Heiligkeit und der vollkommenen Liebe berufen sind und es keine vorrangigen Formen gibt, die in ihrer Wertigkeit über anderen stehen, war für mich ein sehr erhellender Aspekt in seinen Ausführungen. Ordensleute sind keine „Podest- oder Sockelheiligen“ so möchte ich es einmal deutlich in Worte fassen. Wir wollen Christen sein, die versuchen auf Augenhöhe und in Herzensnähe mit den Menschen zu sein.  Auch im sich anschließenden Gespräch wurde dieser Aspekt mit Blick auf das 3. Hochgebet noch einmal betont, dort betet der Priester: „… mache uns auf immer zu einer Gabe, die dir wohlgefällt.“  Alle Christen sind also  zu einem Leben aufgerufen und eingeladen, in dem die Liebe und Barmherzigkeit Gottes erfahrbar wird. 

Das Andere des Ordenschristen, so Bischof Felix Genn, muss sich in einer anderen Entschiedenheit zeigen, die so führte er aus, drei wesentliche Aspekte umfasst, auf die auch Papst Franziskus verweist.

-         Es geht um eine stets zu nährende personale Christusbeziehung. Es geht um „Die Näher zu IHM.“ Am Anfang steht nicht eine Idee, sondern eine persönliche Erfahrung mit Jesus Christus. Es gilt diesen „ Vorrang der Liebe Gottes“ sich immer wieder bewusst zu machen. Es geht dabei um die Vorrangigkeit Gottes und seines Reiches.  

-         Es geht nicht um die 10 Gebote plus drei Gelübde, sondern um die Lebensgestaltung aus einer personalen Gottesbeziehung. Wir müssen uns führen lassen von dem Gedanken: „Sorge dich nicht um das, was du brauchst, sondern um das, was IHM dient.“ Suche zuerst das Reich Gottes.

-         Menschen, die ihr Leben ganz bewusst und entschieden an der Botschaft des Evangeliums ausrichten, müssen das Ziel haben, sich zu „Experten der Communio „  formen zu lassen. Dies ist und bleibt eine große Herausforderung, doch kann gerade heute ein Zeichen für die einende Kraft des Evangeliums sein. 

Ordensleute, so möchte ich noch anfügen und beziehe dabei ausdrücklich alle Menschen guten Willens mit ein, müssen zu Netzwerkerinnen und Netzwerkern werden, die bereit sind,

-  sich mit Gott zu vernetzen
-  sich untereinander und in Gemeinschaft zu vernetzen
-  sich mit der Welt und den Menschen zu vernetzen

Dieser Tag, der über 430 Frauen und Männer aus unterschiedlichen Gemeinschaften zusammengeführt hat, war sicherlich auch Ermutigung, die Glut der eigenen Berufung wahrzunehmen und einander auf diesem Weg zu stärken.

Danke für diesen Tag
Zuversicht für das Kommende

pax et bonum  

Ihre Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz

 

 

Gemeinsam Zeugnis geben

Foto: Beate Christ

Vor nun fast 70 Jahren waren die Mägde Mariens die ersten Ordensfrauen, die mit den Franziskanerbrüdern in Bad Kreuznach eine erste Weg- und Glaubensgemeinschaft bildeten. Es begann eine menschlich und spirituell tief prägende Geschichte, die Generationen von Schwestern und Brüdern zusammenführte.

In den 90er Jahren kam dann eine weitere Gemeinschaft aus Nigeria, „Töchter der Göttlichen Liebe“  für 10 Jahre ergänzend dazu. Diese Erfahrungen, die sowohl für die Dienstgemeinschaft als auch für die Franziskanerbrüder positiv waren, haben uns dann in der Entscheidung bestärkt, weitere Schwesterngemeinschaften aus Indien für eine solche geistliche und berufliche Weggemeinschaft zu gewinnen. Mittlerweile hat sich dies so entwickelt, dass wir in allen unseren Einrichtungen einen Konvent von Ordensschwestern haben. Eine besondere Freude ist es zu sehen und zu erfahren, wie sie auch dort, wo keine Brüder leben, eine geistliche Atmosphäre durch ihr Dasein mitprägen. Neben den Arenberger Dominikanerinnen, deren Einrichtung Maria Königin in Kirn die Franziskanerbrüder vor 7 Jahren in ihre Trägerschaft übernommen haben, bilden die Brüder mit weiteren 5 indischen Schwesterngemeinschaften ein Stück „Weltkirche“. Auch für die neue Altenhilfeeinrichtung in Kirchberg im Hunsrück, die im Spätsommer dieses Jahres fertig gestellt werden wird, sind bereits Schwestern einer indischen Gemeinschaft vorgesehen.

Doch warum diese Vielfalt und überhaupt warum Schwestern vor Ort? Dazu nur kurz einige Gedanken. Die Kirchlichkeit einer Einrichtung ist nicht rein an Äußerlichkeiten festzumachen, ob es eine Kapelle oder auch die Wandbilder und die Anzahl der Kreuze sind. Kirchlichkeit und ein christliches Profil werden durch Menschen gebildet, die ihre berufliche Kompetenz und ihren Glauben einsetzen. Nur mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die wir für den Dienst mit und für die Menschen gewinnen und begeistern möchten, können wir heute unsere Aufgabe als Träger sozialer Einrichtungen verantwortlich wahrnehmen.

Dabei sehen wir unsere besondere Aufgabe auch darin Rahmenbedingungen zu entwickeln, die es möglich machen eine Dienstgemeinschaft zu bilden, die sich aus dem christlichen Glauben heraus den sozialen Aufgaben stellt. Es geht darum, „Pflaster zu kleben und Gesellschaft zu verändern."  Den besonderen Auftrag, den wir auch mit „unseren Schwestern" gestalten wollen, ist der des Gebetes und der gelebten geistlichen Gemeinschaft in Vielfalt. Gebet ist für uns dabei ein Grundbedürfnis und Lebensstil, weil es immer wieder hineinführt in die Beziehung mit Gott und den Menschen. Die Grundhaltungen und Werte christlichen Lebens können wir natürlich einüben und müssen sie uns aneignen, doch letztlich sind sie auch Geschenk und wachsen aus einer Spiritualität der Beziehung.

Wir tragen Gott im Herzen und sind den Menschen nah

So habe ich es anlässlich unseres 150jährigen Gründungsjubiläums formuliert. Dieser Tag hatte auch das Ziel einander bewusst wahrzunehmen und uns in unserer gemeinsamen Aufgabe, unserem Dienst für Gott und die Menschen im Gebet und geschwisterlichen Miteinander, zu stärken. Rektor Baus sagte am Schluss unserer gemeinsamen Eucharistiefeier, dieser Tag ist wirklich ein großes Geschenk Gottes, ein Geschenk, dass uns bewusst macht, wie groß seine Liebe ist. Geben wir diese weiter an die Menschen, die uns begegnen. 

Gleichzeitig war der 28. März auch der 144. Todestag unseres ehrwürdigen Stifters Br. Jakobus Wirth. Dies war auch der Hintergrund, weswegen alle 7 Gemeinschaften über die Gründung ihrer jeweiligen Gemeinschaft anhand von Bild und Text berichtet haben. So leuchtete ganz im Sinne der Universalität von Kirche eine lebendige Vielfalt auf. Während der Eucharistiefeier hatten alle Gründerinnen und Gründer auch in Form eines Bildes „mitten unter uns" ihren Platz. Es war für uns alle ein besonderes Erleben und die Erfahrung, wie wir einander auch zum Geschenk werden können.

Es gab noch einen weiteren Grund sich verbunden zu wissen mit vielen anderen Schwestern und Brüdern. Zum Jahr der Orden wurde auch eine Gebetskette der INFAG  www.infag.de initiiert. Jeweils für einige Tage sind zwei bis drei Gemeinschaften eingeladen, die Anliegen der Franziskanischen Gemeinschaften und der Kirche in ihr Gebet besonders mit hinein zu nehmen. Auch unser Miteinander an diesem Tag hat Raum gegeben für diese Anliegen.  

                                                                                                                                              Pax et bonum
Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz FFSC

Das, was dir wesentlich erscheint - lebe mit Leidenschaft!

Ein zweites Ziel, welches Papst Franziskus zum Jahr des geweihten Lebens benennt und wozu er ermutigt ist, die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben!

 

Der vorherige Gedanke, dankbar auf die Vergangenheit zu schauen, will uns hinführen zu einem aufmerksamen Hinhören auf das was der Geist uns heute sagen will. Dabei ereignet sich dieses Hinhören in den Wirklichkeiten unseres Lebens. Ja, Gott spricht auch heute in die Realitäten unseres Menschseins. Er will uns nicht irgendwo erreichen, sondern er kommt uns entgegen im Tun und Sein unseres Alltags. Papst Franziskus ermutigt dazu, uns mit großer Offenheit auf die Stimme Gottes einzulassen und uns in die „Schallwellen des hl. Geistes" zu begeben.

 

Ich möchte diesen Aspekt noch etwas erweitern. Lassen wir uns von der Botschaft des Evangeliums bekleiden. Ziehen wir die Barmherzigkeit und liebende Aufmerksamkeit an, die Jesus uns vorgelebt hat und uns immer wieder neu schenken will.

 

Für Franziskus und die zahlreichen anderen Gründerinnen und Gründer war das Evangelium schlechthin die Regel und jede andere Regel wollte ein Ausdruck dieser frohen Botschaft sein. Ein Ausdruck, der in einer konkreten Sendung und dem gelebten Charisma einer Gründung das „Angesicht der Erde" verändern und gestalten soll. Papst Franziskus fragt weiter, ob das Evangelium wirklich das „Vademecum" für uns ist und meint damit, geht die Botschaft des Evangeliums wirklich mit uns? Wir sollen es nicht nur lesen oder meditieren, sondern wir sollen es verwirklichen und sein Wort mit Leidenschaft leben.

 

Wie steht es mit unserer Leidenschaft für Gott und die Menschen? Für wen schlägt mein Herz, wovon lasse ich mich berühren? Auf welche Begegnungen lasse ich mich ein, wozu fehlt mir der Mut? Fragen, die auch mich immer wieder aufbrechen lassen.

 

Und dann nennt Papst Franziskus noch einen weiteren Aspekt. Die Gegenwart mit Leidenschaft zu leben bedeutet auch, mehr und mehr „Experten des gemeinschaftlichen Lebens" zu werden.

 

In einer Gesellschaft der Auseinandersetzung, des schwierigen Zusammenlebens zwischen verschiedenen Kulturen, der Übergriffe auf die Schwächsten und der Ungleichheiten sind wir berufen, ein konkretes Vorbild von Gemeinschaft zu bilden. Eine Gemeinschaft, in der es möglich ist, durch die Anerkennung der Würde jedes Menschen und der Gemeinsamkeit der Gabe, die jeder mitbringt, in geschwisterlichen Beziehungen zu leben.

 

 

Am Ende noch einen Gedanken, der mir aus einer Predigt des damaligen Bischofs von Chicago (2006) in Erinnerung geblieben ist. Für mich ist dies auch eine Konkretisierung dieser gerade erwähnten evangelischen Grundhaltung.

 

Glaube ich wirklich, dass Gott jeden Menschen liebt, jede und jeden, der jetzt hier ist und der mir bisher begegnete oder zukünftig noch begegnen wird? Glaube ich, dass Gott auch diejenigen liebt, die sich nicht nur schwer mit ihrem eigenen Leben tun, sondern auch anderen, ja auch mir, das Leben schwer machen?

 

So möchte ich dazu einladen, diese Gedanken einmal betend mit in die nächsten Tage hinein zu nehmen.

 

In der Zuversicht, dass Gottes Liebe grenzenlos ist

 

 

Ihre Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz

Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz sind finanziell unabhängig

Wie die Medien berichten und der Generalminister der Franziskaner Michael Anthony Perry (ofm) bestätigt,  belasten unverantwortlich hohe Investitionen in ein Hotelobjekt in Rom die Bilanz des Ordens der Franziskaner (ofm).

Wir Franziskanerbrüder v. Hl. Kreuz bedauern diese Vorkommnisse sehr, die in keinster Weise dem franziskanischen Armutsverständnis entsprechen. 

Als eigenständige Kongregation (Ordensgemeinschaft) päpstlichen Rechts sind wir Franziskanerbrüder v. Hl. Kreuz unabhängig vom Orden der Franziskaner (ofm) und somit nur indirekt betroffen, da wir dieselben spirituellen Ursprünge teilen und unser Leben und unseren Sendungsauftrag danach ausrichten.

Auch für uns sind diese Vorkommnisse unverständlich und machen deutlich wie notwendig eine umfassende Transparenz und kompetente Aufsicht sind, gerade auch, wenn es um finanzielle Aspekte geht.

Trotz dieser Vorkommnisse, die viele Menschen verunsichern und auch bei uns Enttäuschung hervorrufen, wünschen wir Ihnen und Euch den Frieden und Segen der Weihnacht.

Bruder Ulrich Schmitz FFSC
Generalsuperior

Trägerreise nach Rom

Der Besuch bei Botschafterin Annette Schavan war einer der Höhepunkte der Reise.

Wie können wir unseren leitenden Mitarbeitern die spirituellen Wurzeln des Sendungsauftrages unserer Gemeinschaft näherbringen und damit ein Leitungsmodell nach franziskanischem Vorbild fördern?

 

Gerade auch im Hinblick darauf, dass sich Spiritualität und Weitergabe des Sendungsauftrages unserer Werke, nicht nur auf die Präsenz von Ordensleuten in unseren Einrichtungen reduzieren darf, sieht die Trägergemeinschaft (Ordensgemeinschaft) hier eine wichtige Aufgabe für die Zukunft, um das Vermächtnis von Bruder Jakobus Wirth auch auf lange Sicht zu erhalten. Deshalb finden alle zwei Jahre solche Pilgerreisen der leitenden Mitarbeiter statt, die durch gemeinsames Gebet, Gottesdienst, spirituellen Austausch und die Besichtigung religiöser Stätten geprägt sind.

 

Der Höhepunkt der Reise war sicherlich die Generalaudienz mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz. 50.000 Gläubige aus aller Welt riefen immer wieder „Viva Francesco!" und sorgten für eine fröhliche, ausgelassene Stimmung während der Papst mit dem Papamobil über den Platz fuhr und die Menschen segnete. Anschließend ging er in seiner Ansprache insbesondere auf die „communio", die Gemeinschaft ein. Er legte uns allen ans Herz, nicht auf trennende Elemente zu schauen, sondern auf das was uns verbindet. Das gilt nicht nur für das Verhältnis der Religionen untereinander, sondern auch im ganz normalen Alltag von Mensch zu Mensch.  

 

Ein Muss bei einer Reise nach Rom ist der Besuch der Apostelgräber Petrus (Petersdom) und Paulus (St. Paul vor den Mauern), darüber hinaus standen die Besuche in den Hauptkirchen Sancta Maria Maggiore und die Lateran-Basilika auf dem Programm. In der Kirche der deutschen Gemeinde, St. Anima, feierte die Gruppe eine heilige Messe unter einem wunderschönen Glasfenster mit dem deutschen Papst Benedikt XVI.

 

Auch die Führung durch die Ausgrabungen unter dem Petersdom (Scavi) mit dem Grab des Apostels Petrus war ein besonderes Erlebnis, das den Pilgern sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Gleiches gilt für den Besuch bei Annette Schavan, die seit Sommer 2014 Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl ist. Beim Empfang in ihrer Residenz erzählte sie von ihrem Alltag, von den aktuellen Begegnungen im Rahmen der Bischofssynode und stand für vielerlei Fragen zur Verfügung. Besonders eindrücklich beschrieb sie die Offenheit und das besondere Charisma des Papstes, den sie rund einmal im Monat bei verschiedenen Anlässen erlebt.

 

Die spirituelle Leitung der Reise übernahm der ehemalige Krankenhausseelsorger Pfarrer Ulrich Laux, der die heiligen Messen mit der Gruppe feierte, die Gebetszeiten gestaltete und interessante Hintergrundinfos zu den einzelnen Anlaufstationen lieferte.

 

Das Fazit der Teilnehmer fiel einhellig aus: Rom ist eine faszinierende Stadt, die nicht nur mit ihren vielen Bauwerken Zeugnis christlicher Geschichte liefert, sondern in der man Glauben wirklich „atmen" kann. 

 

 

Bruder Michael empfängt die Weihe zum Diakon

Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz (l.) und Bruder Michael Ruedin (r.) nach dessen Weihe zum Diakon.

Am Montag dem 29. September, dem Erzengelfest, hat Weihbischof Jörg Michael Peters in der Seminar- und Filialkirche St. Lambert in Grafschaft-Lantershofen Br. Michael Ruedin, im Auftrag der Ordensleitung der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, die Weihe zum Diakon gespendet. Br. Michael absolvierte in den vergangenen zwei Jahren im Studienhaus St. Lambert Lantershofen ein Ergänzungsstudium zur Vorbereitung auf den Priesterlichen Dienst.

Der feierliche Gottesdienst  wurde von der Seminarkommunität aus Lantershofen gestaltet. Es sang eine Studentenschola unter der Leitung von Prof. Matthias Kreuels KMD, die Orgel spielte Markus Prange. In der Predigt verband Bischof Peters den Dienst des Diakons und das Engelfest gekonnt miteinander, Konzelebranten waren der Regens Msgr. Dr. Michael Bollig, sein Stellvertreter Dr. Manuel Schlögl sowie die Spirituale Dr. Christian Hartl (Lantershofen) und Ulrich Laux (Trier).

Die zahlreichen Brüder und Gäste lud Regens Bollig anschliessend zum Empfang ins Studienhaus ein. Beim Gottesdienst und der Feier wurden, auf Wunsch Br. Michaels, 681,90 Euro für die Diakonenausbildung in Brasilien gesammelt. Der Neugeweihte wird nun seinen Pastoralkurs beginnen, wo die praktische Einführung in seinen neuen Dienst stattfindet.

 

Kreuzigungsgruppe in der Wegekapelle von Kloster Ebernach restauriert

Lucia Ress-Bürklein und Martina Plenz-Günster freuen sich mit Verwaltungsleiter Werner Schaub, Bruder Thomas und Superior Bruder Josef (v. l. n. r.) über die gelungene Arbeit.

Die beiden Restauratorinnen Martina Plenz-Günster und Lucia Ress-Bürklein aus Rheinböllen haben über zwei Wochen lang die Kreuzigungsgruppe in der Wegekapelle von Kloster Ebernach restauriert.

 

Die Wegekapelle an der Bundesstraße wurde 1676 erbaut und zum 150-jährigen Jubiläum der Ordensgemeinschaft im Jahr 2012 vollständig saniert. Nun waren die drei Figuren der Kreuzigungsgruppe an der Reihe.

 

Nach einer Befunduntersuchung durch die Restauratorinnen wurde die Figurengruppe gereinigt, die Ausbrüche wurden geschlossen und abschließend konnte die ursprüngliche Farbigkeit wieder hergestellt werden.

 

„Zunächst wollten wir die Figuren in unser Atelier in Rheinböllen transportieren. Wegen der teilweise aber starken Beschädigungen haben wir uns für eine Restauration vor Ort entschieden, um weitere Schädigungen an den Figuren zu vermeiden", erklärt Martina Plenz-Günster.

 

Die Kapelle ist eine beliebte Anlaufstelle für Wanderer und auch Mitarbeiter und Bewohner von Kloster Ebernach suchen hier Ruhe und Erholung. Die Restauration der Figuren kostet rund 3.000,-- Euro.

 

Stiftung unterstützt Haus Maria Königin

Seit der Übernahme des Hauses Maria Königin im Jahr 2008 haben die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz schon zahlreiche Investitionen im Haus in der Dhauner Straße getätigt. In diesem Jahr standen neue Badelifter für die drei Wohnbereiche ganz oben auf der Wunschliste der Einrichtungsleitung. Durch die Unterstützung der Bruder Jakobus Wirth Gemeinschaftsstiftung in Höhe von 5.000,-- Euro konnte nun ein Lifter angeschafft und ein zweiter teilfinanziert werden. Denn die Kosten pro Lifter belaufen sich auf rund 3700 €.

„Durch die Lifter schaffen wir nicht nur mehr Sicherheit für unsere Bewohner, sondern entlasten auch unser Pflegepersonal", erklärt Einrichtungsleiter Michael Hartmann. Darüber freut sich auch Hans Zahn, Vorsitzender des Bewohnerbeirates, der den Lifter auch schon getestet und für gut befunden hat.

Diese direkte Hilfe für die Patienten und Bewohner in den Einrichtungen ist Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz, der gleichzeitig Stiftungsvorsitzender ist, besonders wichtig: „Bei der Stiftung geht es uns nicht nur um die finanzielle Unterstützung unserer Häuser, sondern auch um die Weitergabe der Ideen unseres Stifters Jakobus Wirth. Für ihn stand immer der Mensch im Mittelpunkt und diese Nähe ist uns bis heute sehr wichtig."

Eine, die darauf achtet, dass die Mittel der Stiftung direkt den Menschen zugute kommen, ist Barbara Carl. Ihr Bruder Peter lebte fast 50 Jahre im St. Josefshaus, dem Mutterhaus der Franziskanerbrüder in Hausen/Wied, und wurde dort bis zu seinem Tod betreut. Diese lange und enge Beziehung zu der Ordensgemeinschaft hat Barbara Carl dazu bewogen, eine Zustiftung zu veranlassen. Durch diese Unterstützung konnten schon zahlreiche Anschaffungen für die Einrichtungen der Brüder getätigt werden.

Im Mai 2006 wurde die Bruder Jakobus Wirth Gemeinschaftsstiftung durch die Übergabe der Stiftungsurkunde offiziell errichtet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe in den Einrichtungen der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. Die einzelnen Häuser können Anträge stellen, über die dann der Stiftungsrat entscheidet.

Vigilfeier am 04. Juli

Am Freitag, 04. Juli 2014, laden die Ordensgemeinschaften der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz und der Mägde Mariens von der unbefleckten Empfängnis um 20 Uhr zu einer Vigilfeier auch für junge Leute ein. Dieses besondere spirituelle Angebot findet in der Kapelle von St. Marienwörth in der Mühlenstraße 39 in 55543 Bad Kreuznach statt. Eingeladen sind alle Interessierten, die Lust haben, sich auf gemeinsames Gebet, Musik, Aussprache und Begegnung einzulassen. Vigil kommt vom lateinischen Wort „vigilare" und bedeutet „wachen". Jede Veranstaltung steht unter einem besonderen Motto, im Juli lautet dies "Berufung - Maria unsere Begleiterin".

Bericht vom Katholikentag

Vom 28.05.- 01.06. fand der 99. Katholikentag unter dem Motto "Mit Christus Brücken bauen" in Regensburg statt. Auch die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz waren auf der Katholikentagsmeile mit einem Infostand vertreten und konnten so Gemeinschaft, Spiritualität und Apostolat vorstellen und präsentieren. Viele Menschen besuchten den Stand und gönnten sich eine Auszeit in der Kreativecke. Es fanden viele gute und schöne Begegnungen und Gespräche statt.
Wir hoffen und beten, dass der ein oder andere Kontakt sich nun vertiefen wird und danken allen, die Interesse an unserer Gemeinschaft zeigten.

Viele Besucher beim "Tag der offenen Klöster"

Zum ersten Mal fand heute, am 10. Mai 2014, der bundesweite "Tag der offenen Klöster" statt. Rund 350 Gemeinschaften in ganz Deutschland beteiligten sich an der Aktion und öffneten ihre Türen. Dabei waren auch die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz mit ihren Konventen im Mutterhaus in Hausen an der Wied, Kloster Ebernach in Cochem/Mosel und St. Marienwörth in Bad Kreuznach.

Fast 200 Besucher waren der Einladung der Brüder gefolgt und erfuhren in den verschiedenen Führungen nicht nur viel Interessantes zur Ordensgeschichte, sondern auch darüber, wie der Alltag eines Ordenschristen aussieht. Darüber hinaus war mit einem gemeinsamen Eintopfessen im Mutterhaus und der Einladung zu Kaffee und Kuchen an allen Standorten auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt. Hier ergaben sich auch viele interessante Gespräche und offene Begegnungen mit interessierten Menschen. Durch die Feier einer abschließenden Vesper in allen Konventen fand der gemeinsame Tag einen schönen Abschluss.

Feier von Ordensjubiläen und Erstprofess

BUZ: Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz (2. v. l.) mit den Jubilaren Bruder Hubertus Forger (l.), Bruder Rudolf Kirsch (v.) und Bruder Bonifatius Faulhaber (r.). Bruder Johannes Maria Krüger (2. v. r.) legte die Erste Profess ab.

Mit einem Festgottesdienst am 03. Mai in der Mutterhauskirche in Hausen/Wied begingen die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz drei Ordensjubiläen und eine Profess. Bruder Hubertus Forger gehört der Ordensgemeinschaft seit 65 Jahren an, Bruder Rudolf Kirsch seit 50 Jahren und Bruder Bonifatius Faulhaber seit 25 Jahren. Außerdem legte Bruder Johannes Maria Krüger die Erste Profess ab. Hauptzelebrant des Festgottesdienstes war Pater Dr. Cornelius Bohl OFM, Provinzminister der Franziskaner in Deutschland. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Sopranistin Andrea Koster und Organist Klaus Evers.

In der vollbesetzten Mutterhauskirche ging Pater Dr. Cornelius Bohl in seiner Predigt auf die Bedeutung von Ostern und die Auferweckung Jesu durch den Vater ein. „Letztlich feiern wir auch in den Ordensjubiläen nicht das war ihr getan habt, sondern das was Gott durch euch gewirkt hat. Denn wir Menschen können nur darauf vertrauen, dass Gott uns auf unserem Weg hilft. So feiern wir in jeder Ordensprofess die Treue Gottes zu uns."

In diesem Sinne legte Bruder Johannes Maria Krüger die ersten Gelübde ab und erklärte sich für zunächst zwei Jahre bereit, nach den Evangelischen Räten zu leben und die Konstitutionen der Gemeinschaft zu befolgen. Dieses Versprechen erneuerten auch die Jubilare Bruder Hubertus, Bruder Rudolf und Bruder Bonifatius.

Bruder Hubertus Forger wurde am 08. März 1932 als Heinz Forger in Rheydt in der Nähe von Mönchengladbach geboren. Nach Volksschule und Schneiderlehre trat er am 24. August 1948 in den Orden ein. Die Einkleidung - und damit der offizielle Beginn des Ordenslebens - fand am 03. Mai 1949 statt, die Ewige Profess am 03. Mai 1954 ab. Bruder Hubertus lebte in Köln, Hausen, Cochem und von 1961 bis 1968 In Rom. Dies war für ihn eine besonders prägende Zeit, da er den Beginn und das Ende des 2.Vatikanischen Konzils miterleben durfte.

Bruder Rudolf Kirschwurde am 19. Oktober 1938 in Quierschied im Saarland geboren. Nach seinem Eintritt bei den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz im November 1963 fand am 01. Mai 1964 in der Mutterhauskirche in Hausen/Wied die feierliche Einkleidung statt. In seiner Funktion als Diätassistent war Bruder Rudolf in Einrichtungen der Brüder in Hausen, in Baarle Nassau in den Niederlanden, schließlich in Kloster Ebernach und im Krankenhaus St. Marienwörth tätig.

Bruder Bonifatius Faulhaber kam am 05. Dezember 1967 als Andreas Johannes Faulhaber in Heppenheim an der Bergstraße zur Welt. Nach Mittlerer Reife und Ausbildung zum Krankenpfleger trat er 1988 in den Orden ein und feierte seine Einkleidung am 01. Mai 1989. Bruder Bonifatius hat seitdem zahlreiche Funktionen in den Gesundheits- und Sozialeinrichtungen wahrgenommen und ist aktuell als Vorstandsvorsitzender für die Werke der Brüder tätig. 2008 wurde Bruder Bonifatius zum ständigen Diakon geweiht und derzeit absolviert er eine Ausbildung zum Geistlichen Begleiter.

Bruder Johannes Maria Krüger wurde am 07. August 1962 in Offenbach am Main geboren. Nach der Mittleren Reife hat er zunächst eine Ausbildung zum Krankenpflegehelfer durchlaufen und 10 Jahre in der Krankenpflege gearbeitet. Später absolvierte er noch eine Ausbildung zum Kinderpfleger und arbeitete auch hier wiederum einige Jahre bevor er weitere 10 Jahre als pädagogischer Schulhausmeister in einer Ganztagsförderschule tätig war. Fast dreißig Jahre seines Lebens verbrachte Bruder Johannes Maria in Hamburg, bevor er am 3. Advent 2011 in den Orden der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz eintrat. Bruder Johannes Maria wurde am 30. April 2012 in der Kreuzkapelle in Hausen/Wied eingekleidet.

Tag der offenen Klöster

Am Samstag, 10. Mai 2014, ist es soweit: Erstmals öffnen Klöster in ganz Deutschland ihre Türen und laden zum „Tag der offenen Klöster" ein. Das Programm wird so vielfältig sein, wie es die Orden selber sind: Hausgemeinschaften laden ein zu Begegnung und selbstgebackenem Kuchen in ihre Wohnung. In großen Abteien besteht die Möglichkeit, Bereiche zu erkunden, die sonst nur den Mönchen und Nonnen zugänglich sind. Überall wo Ordensniederlassungen Einblick in ihr Leben geben, ist auch Raum für Gespräch mit den Ordensleuten. Auch die Konvente der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz beteiligen sich an der Aktion.

Im Konvent St. Marienwörth in Bad Kreuznach (Mühlenstraße 53, 55543 Bad Kreuznach) sind Interessierte um 15 Uhr herzlich zum Kaffeetrinken im Brüdergarten eingeladen. Anschließend finden Führungen durch den Konvent statt und es besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Brüdern. Der Tag endet um 18 Uhr mit einer gemeinsamen Vesper in der Kapelle von St. Marienwörth.

Im Mutterhaus in Hausen/Wied (Hönninger Str. 2 - 18, 53547 Hausen) startet die Veranstaltung bereits um 12 Uhr mit der Sext in der Klosterkirche. Anschließend sind alle Interessierten zum gemeinsamen Eintopfessen eingeladen. Um 13 Uhr findet eine Klosterführung statt und um 14 Uhr besteht bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit zum Gespräch mit den Brüdern. Für 14.45 Uhr ist eine weitere Klosterführung vorgesehen, bevor die Begegnung mit einer Vesper in der Kreuzkapelle um 16 Uhr dem Ende zugeht.

Der Konvent von Kloster Ebernach in Cochem/Mosel (Bruder Maximilian-Str. 1, 56812 Cochem) bietet ab 15 Uhr die Möglichkeit, bei einem Kaffee mit den Brüdern ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Zudem werden je nach Bedarf Klosterführungen angeboten. Um 17.30 Uhr sind alle Interessierten zudem herzlich eingeladen, an der feierlichen Vesper in der Klosterkirche teilzunehmen.


Alle Infos zum Tag der offenen Klöster finden Sie  unter www.tag-der-offenen-klöster.de

Ostergruß des Generalsuperiors

Unsagbare Wirklichkeit

Auferstehung - unsagbares Geheimnis
doch erfahrbare Wirklichkeit
Auferstehung - unbegreifliche Hoffnung
doch ergreifende Tatsache
Auferstehung - unbeschreibliches Geschehen
doch lesbare Geschichte
die Hoffnung
wirklich leben
das Geheimnis
erfahrbar werden lassen
im eigenen Leben
lesbar für andere.

Liebe Schwestern und Brüder der franziskanischen Familie,

das kleine Aquarell nimmt in seiner Komposition eine Bleiverglasung (1335) aus dem Kreuzgang im Kloster Wienhausen auf. Auf dieser wird das Geschehen von Golgota nicht szenisch dargestellt, sondern in einer allegorischen Sicht theologisch gedeutet. Wir werden eingeladen, das Sterben und den Tod Jesu im Geheimnis der Liebe Christi zu betrachten.

Christus ist als der Erhöhte dargestellt. Umgeben von einem Rahmen mit Pflanzenmotiven steht das Kreuz nicht mächtig in der Form, sondern leuchtet in hellem Grünton. Es tritt förmlich nach vorne, hält dem Betrachter den Gekreuzigten hin und wirkt in seiner zarten Form und Leuchtkraft wie ein „Siegeszeichen", ein Lebensbaum.

Und dann diese Gestalt, Goldgelb, Karitas, dem Gekreuzigten nicht nur ganz zugewandt, sondern der Gekreuzigte zieht sie mit seinem rechten Arm an sich, führt sie an sein Herz. Die Liebe erschließt das Geheimnis des Gekreuzigten. Jesus erwidert die Liebe indem er die rechte Hand vom Kreuz löst und seinen Arm liebevoll um sie legt. Das ist die Osterbotschaft: Die Liebe Gottes drängt uns, zu tun wie er uns getan hat.

Spüren wir diese liebende Umarmung Gottes in den Anforderungen unseres Lebens und schenken wir einander solch österliche Umarmungen. Wie heißt es in einem besonders tiefen Wort von Dorothe Sölle: Am Ende unseres Lebens warten nicht viele Fragen oder Antworten auf uns, sondern es erwartet uns eine Umarmung.

Frohe und gesegnete Ostertage

Ihre
Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz

Br. Ulrich Schmitz
-Generalsuperior-

Begegnungstage in Tschenstochau

Vom 28.03. - 30.03. fanden wieder Begegnungstage mit Ordensinteressierten in Tschenstochau, in Polen statt. Unsere Gemeinschaft bietet zweimal im Jahr solche Begegnungstage in Tschenstochau an, um Interessierten die Möglichkeit zu geben, im Austausch mit Mitbrüdern unser Leben und unser Charisma etwas näher kennen zu lernen.

Bei den letzten Begegnungstagen kam es wieder zu einem intensiven Austausch und wir durften gute Begegnungen erfahren. An diesem Wochenende trafen wir auch auf Darek und Krzysztof (siehe Bild), welche schon etwas länger mit uns in Kontakt sind und auch schon zu einem Besuch bei uns in Deutschland waren. Mit diesem erneuten Treffen konnte der Kontakt und auch der Wunsch nach einem Leben in einer franziskanischen Brüdergemeinschaft vertieft und auch konkretisiert werden.

Wir Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz sind dankbar, dass wir solche Treffen an diesem besonderen Gnadenort durchführen dürfen. Somit können wir interessierten Menschen am Ordensleben aus Polen auch die Chance zum Kennenlernen geben. Wir machen immer mehr die Erfahrung, dass hierbei nationale Grenzen kaum noch eine Rolle spielen, gerade wenn es sich um EU-Staaten handelt. Möge Gott diesen Weg weiter begleiten und segnen.

Wenn auch Ihr uns mal kennenlernen möchtet, schaut mal unter der Rubrik Angebote nach, dort gibt es viele Möglichkeiten. Herzlich willkommen bei uns. Unsere Türen und Herzen stehen offen.

Synode 2014 - "Damit aus Ereignissen Zeichen werden"

Religiosität - Wie heißt deine Sehnsucht

Zum zweiten Mal trafen sich die Synodalen zu Austausch und Gespräch. Nachdem im November 2013 Bischof Stephan Ackermann zur Eröffnung der Synode in die Basilika St. Maximin eingeladen hatte, trafen wir uns jetzt im Robert Schumann Haus.

Bereits mit der Anmeldung hatten die Teilnehmenden sich für drei der folgenden 8 „prägenden Entwicklungen" eintragen können:

-
Individualisierung und Pluralisierung
-
Demografischer Wandel
-
Medien- und Kommunikationsgesellschaft
-
Flexibilisierung
-
Bedrohtes Leben
-
Ökonomisierung
-
Wandel der Geschlechterrollen
-
Religiosität

In einer Gruppe mit 15 - in Persönlichkeit und Vita sehr unterschiedlichen Frauen und Männern - wurde dann der Tag auf sehr geistliche Weise gestaltet.

In der Gruppe „Religiosität" durfte ich die Erfahrung machen, welch wunderbares Geschenk es ist, Menschen zu begegnen, die bereit sind, im Vertrauen auf Gott und mit großer Offenheit, ihre Erfahrungen und Begegnungen mit der Religiosität miteinander zu teilen. Es zeigte sich auch an diesem Tag wieder, um wirklich Wesentliches erkennen zu können, brauchen wir eine Zeit des aufmerksamen Hinhörens und Hinsehens. Die Zeichen der Zeit zu deuten, ist ein Prozess ohne Schlusswort.

So berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem ersten Schritt über Ereignisse und Begegnungen mit der Religiosität in ihrem Alltag. Danach wurde es noch persönlicher, da in großer Offenheit alle auch von eigenen religiösen Erfahrungen berichteten.

Mit großer Aufmerksamkeit und hoher Wertschätzung kam jede und jeder zu Wort. Mit jedem Wort füllte sich der Raum mit der tiefen Erfahrung, als Glaubende und Suchende gemeinsam unterwegs zu sein.

Am Nachmittag beschäftigten wir uns mit dem Text aus dem Lukasevangelium „Macht über den Seesturm" (LK 8, 22-25) und ließen uns hineinführen  in die Tiefe und Weite dieses Textes.

Wir wollen ans andere Ufer fahren, loslassen und Neuem entgegen gehen. Glaube und jede Religiosität sind innige Einladung zur Weggemeinschaft, die uns einen und zentrieren will im Geheimnis der Eucharistien, letztlich in Jesus Christus selbst.

Ja, ein solcher Weg löst Ängste und Unsicherheiten aus, doch die dürfen sein, sind wir doch in der Gewissheit unterwegs, dass Jesus mit uns geht. Überall werden uns auch immer wieder Momente der Unruhe und Unsicherheit begegnen, doch manchmal reicht es aus, wenn Jesus „schlafend" dabei ist.

Zum Abschluss wurden dann noch einige wesentlichen Aspekte zusammengetragen, die in die weitere Arbeit einfließen sollen.

Religiosität lebt

Ø       aus Beziehung

Ø       braucht Rituale

Ø       Offenheit auch für Ungewohntes

Ø       Wertschätzung des Unscheinbaren

Ein Tag gegenseitiger Ermutigung und spiritueller Begegnung schloss mit einem kurzen Gebet, dem Segen des Bischofs und dem Lied „Wir haben Gottes Spuren festgestellt auf unseren Menschenstraßen - Zeichen und Wunder sahen wir geschehen."

In dieser Hoffnung auch weiterhin unterwegs

Ihre Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz
Br. Ulrich Schmitz

Im Innehalten der eigenen Gottes-Sehnsucht nachspüren

Vor wenigen Tagen haben wir Franziskanerbrüder uns zu einem Besinnungstag getroffen. Auch zukünftig wollen wir uns 1x im Quartal zu einem solchen Tag treffen, da es für uns eine wichtige Erfahrung ist, außerhalb der eigenen Kommunität und Alltagserfahrung einmal auf andere Weise Gemeinschaft zu erleben. An diesem Tag im Dezember waren wir im Karmeliterkloster Springiersbach, wo uns P. Clemens August Droste begrüßte und durch diesen Tag begleitet hat.

Der Sehnsucht im eigenen Leben nachzuspüren. Die Zeit des Advents ist sicherlich eine Zeit, die besonders im Zeichen sehnsüchtigen Wartens steht. Was erwarten wir oder fragen wir nicht besser, wen erwarten wir?

In seinen Gedanken ging P. Clemens von der Ur-Bedeutung menschlicher Sehnsucht aus, die uns über uns selbst hinausdenken lässt, Antrieb und Motivation, jedoch auch immer unerfülltes Leben ist und bleibt. Er verwies auch auf den hl. Augustinus, der sagt: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Dir." Auch der große Theologe Thomas v. Aquin spricht von der „Sehnsucht nach der Gottesschau". Doch wir Menschen leben im Vorläufigen und können, so P. Clemens, Gott in unserer Sehnsucht entdecken. Dort ist er zugegen, will uns den Weg ins Leben ebnen. Wichtig für uns Menschen ist, die Sehnsucht als Ort der Gottesbegegnung zu entdecken und zu erkennen. Leg Sehnsucht in mein Herz, damit ich dem Leben auf der Spur bleibe, so möchte ich diese Gedanken in ein Wort gießen.

Am Nachmittag haben wir dann noch intensiver über das Leben nach den Evangelischen Räten gesprochen, die P. Clemens als Versuch und Einladung beschrieben hat, die Grundsehnsüchte des Menschen zu kultivieren. Die gelebten Räte wollen auf das MEHR unseres Seins verweisen, das uns in Gott geschenkt ist. Der Gehorsam lädt uns ein hinzuhören auf das befreiende Wort Gottes, der uns mit SICH beschenken will, denn ER ist unser Reichtum.

Zulehner spricht von den 3 Losigkeiten: Ehelosigkeit - Machtlosigkeit - Besitzlosigkeit

Hier kann nur ein kleiner Einblick in diesen Tag gegeben werden, der am Nachmittag mit der gemeinsamen Eucharistiefeier endete. Deutlich wurde erneut, wie wichtig es ist Vertrautes und Bekanntes immer wieder auch einmal auf neue Weise zu hören, denn auch die Kultivierung des geistlichen Lebens braucht eine aufmerksame Sorge und Pflege.

PAX ET BONUM        

Der Heilige Geist gebe uns Mut - Schritte in die Zukunft wagen

Es war schon ein besonderer Moment, dieser Auftakt der SYNODE im Bistum Trier. Am 13. Dezember hatten sich die 271 Synodalen in der Basilika St. Maximin zur Konstituierenden Sitzung der Vollversammlung versammelt. Wie es bei solchen Versammlungen üblich ist, erhielt jeder Synodale ein Namensschild, denn jede und jeder Synodale ist gleichberechtigtes Mitglied und durch jeden kann Gottes Geist Entscheidendes und Wichtiges sagen.

Nach einer Begrüßung durch den einladenden Bischof Stephan Ackermann wurde durch eine gute Moderation und Einladung zur persönlichen Begegnung, Gefühl für die Gesamtgruppe und ein gutes Ankommen ermöglicht. Grundsätzliche Gedanken zur Bedeutung und Chance dieser Synode brachte P. Franz Meurer in seinem spirituellen Einstieg sehr eindrücklich ins Wort, bevor im Rahmen einer Wortgottesfeier, Bischof Stephan jedem Synodalen persönlich einen Schal als Zeichen der Beauftragung überreichte. Ein besonders dichter Moment während dieser Feier, alle hatten sich in Stuhlkreisen von etwa 12 Personen zugeordnet, war das Herabrufen des Hl. Geistes in diese Versammlung und den gemeinsamen Weg in den kommenden zwei Jahren. Veni, Sancte Spiritus, so sangen alle ganz leise beginnend, bevor der Gesang sich wie eine „ Geistwolke“ im Raum verteilte.

Das Lied nach dem Glaubensbekenntnis: Der Geist des Herrn hat uns den Anfang neu geschenkt (Huub Oosterhuis) nahm noch einmal wichtige Aspekte auf, die uns auf diesem Weg begleiten und zur Erfahrung werden sollen.

Am folgenden Tag, nach“ Gottesdiensten am Wege“, kamen die Synodalen erneut in St. Maximin zusammen und überall wurde noch von dem tiefen Erleben des ersten Tages gesprochen, ein unüberhörbares Echo war:  „Gottes Geist wirkt“  Öffnen wir uns diesem!

Folgend wurden noch einmal die 4 Themenbereiche aufgezeigt, die auch in den über 500 Rückmeldungen positiv bewertet und bestätigt wurden.

1.      Kirche in der Welt von heute
Die Kirche soll Menschen in ihren Lebenssituationen heute ernst und begleiten. Zentrale Aufgabe der Kirche ist Seelsorge und nicht Verwaltung.

2.      Glauben leben lernen
Suche nach Formen von“ lebenslanger“ Katechese, die es den Menschen heute in ihrer Vielfältigkeit ermöglicht, Gott kennen zu lernen und in Beziehung zu ihm zu leben.
Suche nach einer zeitgemäßen, einfachen und lebendigen Sprache im Gottesdienst, in der Verkündigung und im Sprechen über den Glauben.

3.      Den Glauben feiern in Gottesdienst und Gebet
Vielfältige Gottesdienstformen ermöglichen, in denen sich viele junge Menschen, jung und alt, einbringen können.
Die Gottesdienste sollen lebendige Feiern sein.  
Wie soll der Sonntag gefeiert werden?

Die Gaben im Volk Gottes entdecken und fördern
Zusammenarbeit zwischen Klerus und Laien, Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen auf    Augenhöhe; gegenseitige Wertschätzung und Bereicherung; Aufteilung von Aufgaben und Verantwortung.
Sich an der Vielfalt der Gaben erfreuen und sie einsetzen.

All dies kann nur eine erste Übersicht über die anstehenden Themenschwerpunkte sein, die in den kommenden Treffen am 01. Februar und 08. März noch intensiver erörtert werden sollen. Es geht darum noch klarer zu erkennen, was die prägenden Ereignisse unserer Zeit uns sagen wollen. Dann erst wird es möglich sein, diese aus unserem Glauben heraus zu deuten, um dann zu erkennen, was Gott uns sagen will und unser Auftrag ist.

Der zweite Tag endete um 18.00 Uhr mit einer Lichtfeier, an der auch unsere Ministerpräsidentin, Frau Malu Dreyer mit ihrem Mann teilnahm. Die Ministerpräsidentin sprach in ihrem Grußwort mit großem Respekt von der Chance dieser Synode und bekannte sich sehr offen zu ihrem Glauben. Sie wünschte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Kraft und Mut zu offenen Gesprächen und betonte, wie wichtig dieser Weg für die Kirche wäre.

Bei der 2. Vollversammlung am 02. und 03. Mai 2014 werden sich dann die Sach-kommissionen konstituieren und ihre “Arbeitspläne“ entwickeln.

Segensgebet der Vigilfeier
Macht euch auf den Weg – Nehmt mit
Eure Freude, eure Angst und eure Sorgen,
eure Hoffnung, euren Glauben und eure Zuversicht
Teilt alles mit anderen!  Gott ist bei Euch.
Macht euch auf den Weg – Nehmt von Jesus mit
Die Liebe, die Güte und Barmherzigkeit
Die Freude am Leben und das Vertrauen auf Gott
Teilt alles mit anderen! Gott ist bei Euch.
Macht euch auf den Weg – Nehmt für alle mit
Die Freude, den Frieden und die Liebe füreinander
Offene Herzen und helfende Hände
Teilt alles mit anderen! Gott ist bei Euch.

Vom post auf facebook bis zum Kennenlernen des Ordenslebens

Social Media lässt uns alle näher zusammenrücken. Denn gerade über Netzwerke wie facebook erhalten auch Ordensgemeinschaften zahlreiche Anfragen aus Deutschland, aber auch aus Nachbarländern wie zum Beispiel Polen. Die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz wollen auch für solche Anfragen offen sein, denn im vereinten Europa haben nationale Grenzen nicht mehr diese trennende Bedeutung wie vor einigen Jahren noch. Auch liegt in dieser Öffnung eine große Chance, das Apostolat und den Auftrag des Gründers der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, Bruder Jakobus Wirth, bekannter zu machen. Damit aus diesen virtuellen Kontakten über soziale Netzwerke mehr entstehen kann, bieten die Franziskanerbrüder in Tschenstochau immer wieder Informationsveranstaltungen und spirituelle Angebote, damit Interessierte die Gemeinschaft kennenlernen können.

An diese erste Kontaktphase schließt sich die so genannte Kandidatur an, die in der Regel zwischen sechs und zwölf Monaten dauert. Während dieser Zeit kann der Interessent an Angeboten der Gemeinschaft, wie beispielsweise Wochenenden im Kloster und Einkehrtagen, teilnehmen. Gerade in dieser Zeit haben die konkreten Fragen nach der persönlichen Berufung und Eignung  besondere Bedeutung und können im Rahmen solcher Tage intensiv bedacht und zu einer ersten Klärung geführt werden. Nach dieser Zeit des ersten Kennenlernens kann man im Rahmen des „Klosters auf Zeit" rund sechs Wochen in einer der Konvente leben. Reift in dieser Zeit der Entschluss, ein Leben in Gemeinschaft anzustreben, bereitet der Noviziatsleiter den Kandidaten konkret auf das Postulat vor.

Mit dem Beginn des Postulats - einer Probezeit, die in der Regel sechs Monate dauert - tritt der Kandidat in die Gemeinschaft ein. Mit der Einkleidung und Aufnahme in den Orden, bei der der Novize auch seinen Ordensnamen erhält, endet das Postulat und das zweijährige Noviziat beginnt. Die theologische und spirituelle Ausbildung des Novizen während dieser Zeit dient dem Einleben in die neue Lebensform als Franziskanerbruder vom Heiligen Kreuz und der persönlichen Vertiefung des Glaubens. Die Erste Profess, das Ablegen der Ordensgelübde der Armut, der ehelosen Keuschheit und des Gehorsams auf zwei Jahre, stellt den Beginn des Juniorats dar. Dieser ersten zeitlichen Bindung  folgt die Zweite Profess, die eine Bindung für drei Jahre ist. Während dieser insgesamt fünf Jahre erfährt der Ordensbruder eine kontinuierliche religiöse Begleitung. Besonderer Wert wird während dieser Zeit des Juniorats auf die berufliche Fort- und Weiterbildung gelegt. Das Ende des Juniorats bildet die Ewige Profess, das Ablegen der Ordensgelübde auf Lebenszeit.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg für Sebastian Grandzicki, der sich nach einigen Wochen im Konvent in Bad Kreuznach nochmals nach Polen verabschiedet hat, um sich tiefer und intensiver mit seiner Berufung auseinanderzusetzen.  

 

Anders und doch vertraut

Impressionen vom Besuch bei den Mitbrüdern in den USA

Erneut hatte ich die Gelegenheit zu einem 10tägigen Besuch bei den Mitbrüdern in St. Louis / Missouri und Springfield / Illinois. Nach nun fast 20 Besuchen in den vergangenen 20 Jahren ist dies immer auch Begegnung mit Vertrautem, ob dies nun die Mitbrüder, die Einrichtungen oder die vielen unterschiedlichen Menschen sind, die zum Netzwerk einer Ordensgemeinschaft gehören. Von zwei besonderen Ereignisse möchte ich jedoch eigens berichten, die diese Tage auf ihre Weise mitgeprägt haben. Doch vorweg möchte ich den Mitbrüdern herzlich danken, mit denen ich in diesen Tagen zusammen sein und Gemeinschaft erleben durfte.

Holy Childhood Association : Gottesdienst mit Bischof Thomas John Paprocki, Springfield
Gemeinsam mit Br. John Francis, Br. Anthony , Br. Joel Marc und Sr. Pacis sowie Sr. Joseph, beides Franziskanerinnen, die 1948 , bedingt durch die damalige politische Situation in China mit über 20 anderen jungen Schwestern mit dem Schiff in die USA kamen, besuchten wir am 22. Oktober den feierlichen Gottesdienst in der Kathedrale von Springfield. Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass nach dem Sonntag der Weltmission, in den Diözesen der USA ein besonderer Gottesdienst mit den Schülerinnen und Schülern der verschiedenen katholischen Schulen gefeiert wird. Diese sind nämlich im Rahmen ihrer Vereinszugehörigkeit ( HCA) aufgefordert, während des Jahres durch unterschiedliche Aktionen Spenden für die Mission zu sammeln. Darüber hinaus sollen sie durch Information und Diskussion an das Anliegen der Mission herangeführt werden .
So hatten sich auch in der Kathedrale, der Diözese Springfield, etwa 300 Kinder und Jugendliche aus den über 30 katholischen Schulen dieser Diözese mit ihren Schulleitungen und einigen Lehrkräften versammelt. Dabei muss man wissen, dass die Schulen den jeweiligen Pfarreien und einigen Ordensgemeinschaften regional zugeordnet sind. Diese Schulen mit 150 bis 400 Schülerinnen und Schülern verteilen sich in der Diözese und manche liegen bis zu 3 Autostunden entfernt von Springfield. Ich war überrascht mit welcher Aufmerksamkeit und Andacht die meisten der jungen Leute , zwischen 8 und 16 Jahren , den Gottesdienst mitfeierten, auch wenn eine ganze Reihe von ihnen nicht katholisch sind. Alle gingen jedoch zur Kommunion und diejenigen, die nicht katholisch waren, verschränkten die Arme über der Brust und erhielten einen Segen mit einem sehr persönlichen  Segenswort.
Nach dem Schlusssegen des Bischofs verteilte dieser noch an die 5 Schulen, die besonders erfreulich viele Spenden gesammelt hatten, eine besondere Urkunde und überreichte der jeweiligen Schülergruppe noch ein besonderes Kreuz, welches in der Schule seinen Platz erhalten wird. Beeindruckt hat mich an dieser Initiative und auch der Feier die Selbstverständlichkeit, mit der hier junge Menschen an die Aufgaben und Ziele der Mission herangeführt werden. Mir erscheint dies auch eine der Stärken der Kirche in den USA zu sein, dass die jeweilige Pfarrei in ihren Aktivitäten und auch in ihrem spirituellen Leben sich viel eigenständiger und in großer Nähe zu den Menschen entwickeln kann, ähnlich einem Satelliten. Gleichzeitig gibt es tragende und verbindende Traditionen, die immer wieder auch die Zugehörigkeit zur Kirche deutlich erfahrbar machen, wie ich dies an diesem Tag erleben konnte. Der Bischof mit seinem meist überschaubaren Ordinariat ist primär Koordinator, spiritueller Impulsgeber, Begleiter, Hirte  und Ratgeber. Ganzheitliche Bildung auf der Grundlage christlicher Werte kann auf diese Weise, so nehme ich es wahr, guter Nährboden sein, um in einem Menschenherz die Botschaft des Evangeliums und eine tragende Gottesbeziehung wachsen zu lassen.    

Rituale leben - Übergänge gestalten
Die andere besondere Erfahrung war die Verabschiedung von Sr. Barbara Mary, die am Samstag der vergangen Woche , im Konvent der Franziskanerinnen in direkter Nachbarschaft unserer Gemeinschaft verstorben ist.
Zwei Tage nach ihrem Tod,  abends um 18: 30 Uhr, versammelten sich die Schwestern mit einigen Angehörigen, Bekannten und auch wir Brüder nahmen teil, in einem großen Raum, in welchem die Schwestern sonst zu Begegnung und Gespräch zusammen kommen, um von der Verstorbenen Abschied zu nehmen. In der Mitte, umgeben von einigen Blumen stand der offene Sarg, daneben ein Tisch mit einigen Fotografien und weiteren kleinen persönlichen „Lebenszeugnissen" der Verstorbenen. Die etwa 70 Schwestern und Gäste saßen auf Stühlen und in Sesseln vor dem offenen Sarg und unterhielten sich noch, bevor die offizielle Feier der Verabschiedung mit der Vesper eröffnet wurde. Schwester Barbara Mary (78 ),war noch einmal mitten im Kreis der Menschen, die für sie, bedeutsam gewesen sind, Angehörige, Weggefährtinnen und Weggefährten, Schwestern und Brüder.
Die gemeinsame Vesper, die von Schwestern gestaltet und von Br. Christian, der für alle liturgischen Feiern der Schwestern die inhaltliche und organisatorische Verantwortung hat, am Piano begleitet wurde , bildete den liturgischen Rahmen. Neben den bekannten Psalmtexten wurde auch der Sonnengesang des hl. Franziskus gesungen und in den Fürbitten besonders für die Verstorbene und die Anliegen in Kirche und Welt gebetet. Sr. Barbara Mary hatte einige der Texte bereits vor längerer Zeit selbst ausgewählt und das abschließende Segensgebet vor Jahren persönlich formuliert. Die Atmosphäre war sehr dicht, doch war auch eine tiefe Gelassenheit und innerer Friede zu spüren.  Ich erlebte dies als geistliche Frucht aus der direkten Begegnung mit der Realität des Todes und der großen Hoffnung unseres Glaubens an die Auferstehung. Nach dem Schlusslied zur Melodie ,„Nun danket alle Gott - mit Herzen Mund und Händen", welches auch im Gotteslob steht, waren Schwestern und Gäste eingeladen, die Erfahrungen und Begegnungen, die sie mit der Verstorbenen hatten mitzuteilen. Einzelne der Schwestern taten dies und gaben so noch einmal einen Einblick in Persönlichkeit und Leben von Sr. Barbara Mary. Dann gingen alle nach und nach an den Sarg, um sich zu verabschieden und schauten auch noch einmal auf die verschiedenen Bilder und persönlichen  „Lebenszeichen".
Abschiede sind Übergange, die wir Menschen und auf besondere Weise wir Christen, als hoffnungsvolle Chance nutzen sollten, um uns der Größe unseres Lebens, welches uns von Gott geschenkt ist , bewusst zu werden. Der entscheidende Übergang wartet auf uns am Ende unseres Lebens, denn: es ist der Übergang in die unendliche Wirklichkeit der Liebe Gottes. 

Pace e bene  
Br. Ulrich Schmitz  

Einladung zur Transitus-Feier

Am 04. Oktober feiert die Kirche den Gedenktag des hl. Franziskus. Als Franz von Assisi gilt er als Gründer der franziskanischen Gemeinschaften. Er überzeugt noch heute durch seine unverfälschte Lebensweise in der Nachfolge Christi, die sich konsequent am Evangelium ausgerichtet hat. Um dieses besondere Zeugnis zu feiern, findet in der Kapelle von St. Marienwörth um 18 Uhr eine Festmesse statt. 
Herzliche Einladung zur Mitfeier!

Am Abend des 03. Oktobers feiern wir den Transitus (Hinübergang) des hl. Franziskus vom Leben in den Tod oder - wie wir glauben - in das wahre Leben. Diese besondere liturgische Feier orientiert sich an den historischen Ereignissen. So werden beispielsweise die Texte gelesen, die sich Franziskus damals der Überlieferung nach von seinen Brüdern hat vorlesen lassen. Dazu laden wir am Donnerstag, 03.10.2013 um 18 Uhr in die Kapelle St. Marienwörth (Mühlenstraße 39, 55543 Bad Kreuznach) zur so genannten "Transitus-Feier" ein.

Herausgelöst und eingebunden

Herausgelöst + Eingebunden

 

fest in Gott verwurzelt
zugewandt den Menschen
hineingeboren in die Zeit
um herausgeliebt zu werden

 

tief in Gott gegründet
zugewandt dem Leben
hineingelebt in das eigene Sein
um herausgelöst zu lieben

 

innig mit Gott verbunden
zugewandt dem Kreuz
hineingeführt in die Einsamkeit
um herausgelöst zu leben

 

gekleidet in Gottes Güte
treu gelebte Liebe
hineingedrängt in die Fessel des Vergessens
um herausgeliebt zu werden

 

umgürtet von Gottes Nähe
treu dem eigenen Sein
hineingewebt in das Leben der Menschen
um Hoffnung zu geben

 

getragen von Gottes Liebe
treu gelebtes Leben
hineingelebt in die Herzen der Menschen
um Zukunft zu geben

 

Bruder Ulrich

 

 

   HERAUSGETRETEN    HERAUSGELÖST    ZUGEWANDT

 

Das Fest des Hl. Franziskus von Assisi wird in diesem Jahr sicherlich mit besonderer Aufmerksamkeit gefeiert, besucht doch Papst Franziskus in diesen Tagen die Geburtsstadt des Heiligen. Mit Blick auf das Franziskusrelief, welches der Künstler Hans Rams, Niederbreitbach, vor einigen Jahren für uns geschaffen hat, möchte ich einige Gedanken in diesen Festtag mitgeben und gleichzeitig zum Gebet für Papst Franziskus einladen.

 

„ICH  WERFE  MEINE  FREUDE  WIE  VÖGEL  AN  DEN  HIMMEL"

 

Dieses Franziskusrelief stellt den Hl. Franziskus in der Haltung inniger Gottzugewandtheit dar. Gott zugewandt zu leben bedeutete für Franziskus jedoch nicht, sich von der Welt abzuwenden. Ein Gott zugewandtes Leben, so Franziskus, muss sich ebenso radikal in der Zuwendung zur Welt, zur Schöpfung zeigen. Dieser Weg der Zuwendung muss für Franziskus Gestalt erhalten in der Hinwendung und dem Herabsteigen in die menschliche Not.

 

Das Relief nimmt darüber hinaus Bezug auf die Auseinandersetzung des hl. Franziskus mit seinem Vater.  Als Sohn eines wohlhabenden Kaufmannes verteilte Franziskus dessen Vermögen großzügig an die Armen der Stadt. Er verkaufte wertvolle Stoffe des väterlichen Unternehmens, um mit dem Erlös die Armen zu unterstützen und eine kleine verfallene Kirche wieder aufzubauen.

Als der Bischof von Assisi Franziskus bittet, auf die Vorsehung Gottes zu vertrauen und dem Vater das Geld zurückzugeben, löst sich Franziskus ganz aus seinem sozialen Umfeld und sagt im Beisein vieler Bürger:

 

„Hört alle und versteht! Bis jetzt habe ich den Pietro Bernadone meinen Vater genannt. Aber von jetzt an will ich sagen: Vater unser im Himmel, nicht mehr Vater Pietro Bernadone."

Franziskus löst sich aus seinem familiären und sozialen Umfeld, um sich in Freiheit ganz Gott anzuvertrauen. Doch dieses Kunstwerk will noch mehr, in Form und Bewegung ist es ein großer Lobgesang der Schöpfung. Die ganze Figur ist in Haltung und Geste Lobpreis. In den verschiedenen sich ergänzenden Formen  werden Schwester Wasser und Bruder Feuer, sowie Bruder Wind, den der Künstler Hans Rams durch die sich erhebenden Vögel in diesen Lobpreis mit hineinnimmt, angedeutet. Schwester Sonne und Bruder Mond sowie die Sterne geben ihr Licht am Tag und in der Nacht auf natürliche Weise dazu.

Bruder Tod, den Franziskus ebenfalls in seinem Sonnengesang als Bruder grüßt, wird in der sich wie aus einem Grab herauslösenden, menschlichen Gestalt angedeutet. Voller Leben streckt sie sich dem Himmel entgegen.

 

„Franziskus ist der Mensch, so sagte es unser Papst Benedikt XVI. vor einigen Jahren, in dem sich die Idee des Seraphischen erfüllt. Er meinte damit, dass Franziskus der Mensch sei, in dem die Kreatur „Fliegen und Singen" lernt. In ihm überschreitet sich der Mensch, wird zum Akt des Sich - Verströmens und des Sich - Verschenkens. Wo dies geschieht, da ist zugleich die tiefste Sehnsucht der Kreaturen aufgenommen, da löst sich ihre verborgene Trauer,  geht in Vertrauen und in Freude über. Nicht die Verleugnung des Geistes rettet die Natur, sondern die Befreiung in die reine Gebärde der anbetenden Liebe." ( Kardinal J. Ratzinger)

 

Das Geheimnis der Schöpfung ist Gott. Nur durch ihn und vor ihm haben die Dinge Wirklichkeit. Weil Franziskus ganz Gott zugewandt ist, kann er auch das Geheimnis der Dinge erlauschen und ihre geschwisterliche Natur erspüren. Franziskus ist darum ein Signal in der Ideengeschichte des Abendlandes. Vor ihm kennt man sozusagen nur Gott und hat kaum Zugang zu den Dingen, zur Schöpfung. Mit Franziskus kommt die Welt zu sich selbst und damit auch zu Gott. Wegen seiner „Welthaftigkeit" gilt Franz von Assisi auch als Anfang der modernen weltzugewandten Spiritualität.

 

So hat auch unser ehrwürdiger Stifter Bruder Jakobus Wirth sein Leben verstanden und gelebt. Sich verströmen, sich verschenken ganz im Vertrauen auf Gott, der sein Werk auf das Niedrige baut, dies ist sein Vermächtnis, bis heute.

 

Pace e bene

Ihr
Bruder Ulrich Schmitz
-Generalsuperior-                                                                                        

 

 

Neuer INFAG-Vorstand

Grenzen besiedeln -Möglichkeiten wollen

 

Mitgliederversammlung der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft e.V.)

 

In der letzten Septemberwoche trafen sich erneut über 60 Ordensoberinnen, Ordensobere oder deren Vertreterinnen/Vertreter sowie Mitglieder der Franziskanischen Gemeinschaft ofs zur Mitgliederversammlung im Kloster Reute.

Neben den Neuwahlen für den Gesamtvorstand und den Regionalvorstand für die Region Deutschland - Belgien - Luxemburg, referierte P. Johannes Schneider über die Klara Quellen, die erstmalig in einer umfassenden Sammlung und ergänzenden Erläuterungen im vergangenen Jahr als Buch in deutscher Sprache erschienen sind. Die hl. Klara in ihrer spirituellen Sozialisation und Reifung in den verschiedenen Texten zu entdecken, war für uns alle eine Erfahrung, die Neugierde und Bereitschaft geweckt hat, uns zukünftig noch häufiger mit diesen Texten zu beschäftigen.

 

Der zweite Tag stand dann ganz unter dem Thema: „Zukunft der INFAG"

Außerdem fanden die alle 3 Jahre, laut Satzung, vorgesehenen Neuwahlen des Vorstandes statt.

 

Dem zukünftigen Vorstand gehören an:

Vorsitzender: Br. Ulrich Schmitz
Stellvertr. Vorsitzende: Sr. Dorothea Maria Lause
Vertretung Region DLB: Br. Stefan Federbusch
Vertretung FG: Frau Regina Postner
Vertretung CH: Sr. Hildegard Zäch
Vertretung A: Sr. Franziska Bruckner
Vertretung Südtirol: Sr. Elisabeth Tschurtschenthaler

Wichtige inhaltliche Fragestellungen wurden dann auch am Donnerstag noch intensiver diskutiert. Einige Aspekte möchte ich folgend benennen: Ja, wir haben Möglichkeiten, wenn diese auch begrenzt sind. Doch wie beten wir schon in den Psalmen: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern." Trotz realer Grenzen ist Vieles möglich, wir müssen es nur entdecken, erkennen und Möglichkeiten wirklich wollen.

Es geht mit Blick auf Gegenwart und Zukunft sicherlich nicht um Schwarzmalerei, doch auch nicht um Schönfärberei. Bruder Heribert Arens ofm, benannte in seinen Gedanken auch einige „Ungeister", denen es zu widersagen gilt, weil sie entmutigen oder gar Denkmuster wachrufen, wie z. B.: „Alles geht bergab". Solche oder ähnliche Aussagen lähmen und können Lebenshaltungen wecken, die nicht zum Leben helfen, also nicht biophil (Leben weckend) sondern nekrophil (Leben tötend) wirken.

 

So sprach Br. Heribert auch vom Ungeist der Verherrlichung der Vergangenheit oder auch vom Un-Geist  und der Magie der großen Zahl. Das Nachtrauern einer besseren Zeit kann lähmen und die Kraft für Notwendiges nehmen. Mit diesen und weiteren Gedanken leitete er dann über und zeigte Wege in die Zukunft auf.

 

Wichtig ist ein Gespür für das Nächstliegende zu haben und weiter zu entwickeln. Mit einem Wort, welches P. Leonard Lehmann vor Jahren geprägt hat: „Orden sollen Orte der Erlösung sein" zeigte er auf, dass wir nicht die ganze Welt erneuern können, jedoch die Orte, an denen wir leben.

 

Weitere Eindrücke dieser Tage in Reute vermittelt ein Blick auf die Homepage der infag. Ein Wort zum Abschluss: „Die Zukunft steht nicht in den Wolken, wir müssen und können sie gestalten."Dies gilt auch für die Zukunft franziskanischer Gemeinschaften, auch unsere Zukunft steht nicht in den Wolken, sondern muss in unseren Gemeinschaften, in unseren Herzen immer wieder entdeckt und frei gelegt werden.

 

Vielleicht ist jetzt die Zeit:
-          für mutige Experimente
-          für noch mehr Miteinander
-          für weniger „Altes" und mehr „Neues"
-          für noch mehr Offenheit
-          für die Begrenzung auf Wesentliches
-          für das Überschreiten von Grenzen
-          für die Kraft der Bescheidenheit
-          für die Achtsamkeit des Unscheinbaren
-          uns für die wandelnde Kraft Gottes zu öffnen.

 

Bruder Ulrich Schmitz

 

 

 

 

Das Kreuz - Treffpunkt der Liebe

Kohlezeichnung von Br. Ulrich Schmitz Juni 2013

Am 14. September, dem Fest Kreuzerhöhung, feiern wir Franziskanerbrüder unser Titularfest. An diesem Tag versammeln wir uns seit vielen Jahren zum Festgottesdienst an der Gründungsstätte unserer Gemeinschaft, der Kreuzkapelle an der Wied. Nicht nur für Franziskus war das Kreuz Sinnbild und Zeichen der sich schenkenden Liebe Gottes. Das Kreuz ist Gottes Einladung an uns, uns gerade auch in den Niederungen unseres Lebens auszurichten auf den, der sich selbst mit all seiner Liebe in die Waagschale gelegt hat, damit uns Heil geschenkt wird.

Der folgende Text in leichter Abwandlung wurde von Ernst Alt geschrieben:

2000 Jahre hänge ich an euren Wänden, weine über euren Gräbern und blute über euren Altären.
Volk, mein Volk, was habe ich dir getan?
Habe ich dich enttäuscht? Habe ich dich verraten, dass du mich so hängen lässt?
Gab ich dir nicht Leben durch mein Sterben, nicht Freiheit durch mein Angenageltsein?Und DU?
Bist du nicht zum getünchten Grab geworden, zum verdorrten Baum?
Wo ist die Freiheit, die ich dir schenkte? Warum schleppst du dich ab in selbstgemachten Ketten und zwingst die Schwachen und Ermatteten ins enge Joch von Gesetzen?
Ich gab Leben, und du verhinderst es, ja, bist bereit es zu ersticken!
Ich gab mich dir als Brot des Lebens und ließ dich nicht verhungern in der Wüste. Doch du bist geizig, knauserst mit der dir geschenkten Fülle und lässt vor deiner Türe den armen Menschen darben und versagst die Krumen deines übervollen Tischs Dreiviertel einer Menschheit.
Ich hab' dich zu meinem Weinberg gemacht, gepflanzt und gehegt in meiner Liebe. Doch du bringst faule oder keine Frucht.
Wein der Freude solltest du sein für eine so traurige Welt! Aber wer dich genießt, spuckt dich aus.
Sind wir nicht mehr und mehr zu Essig geworden?
Quelle des Lebens bin ich dir.
Doch du gräbst dir Löcher, die kein Wasser halten, und denen, die verdursten in ihres Lebens Wüste, schmeckst du wie bittere, freudlose Galle.
Ich baute dir ein Nest voll Liebe und Geborgenheit.
Doch du hast das Nest beschmutzt, hast Vielen die Heimat genommen und überlässt das Nest der Öde und dem Winter.
Platz und Wohnsitz gab ich dir unter meinem schützenden Arm, an meinem offenen Herzen.
Doch du hast mir gekündigt und traust mehr Ägyptens Fleischtöpfen und dem Beton und den Banken Babylons.
Ich gehe dir nach und suche dich und will dich bergen vor Nacht und Dunkel.
Doch du schämst dich deines armen, nackten, verwundeten Hirten und kommst nicht zum Treffpunkt der Liebe,

ZUM KREUZ.

Heiliger, unsterblicher, ewiger Gott! Erbarme dich unser!

Neues Mitglied für Beirat der Stiftung

Werner Grüber (obere Reihe rechts) verstärkt den Beirat der Stiftung.

In den vergangenen Tagen hat sich der Vorstand, gemeinsam mit dem Beirat der Bruder Jakobus-Wirth-Gemeinschaftsstiftung,  zu einer ihrer Sitzungen getroffen.

Neben einem Rückblick über die Aktivitäten und Entwicklungen der zurück liegenden Monate, durfte der Vorsitzende, Bruder Ulrich Schmitz, Herrn Werner Grüber als neues Mitglied des Beirates willkommen heißen. Herr Grüber hat diese Aufgabe gerne angenommen, weil er den Ordensgemeinschaften in der Verbandsgemeinde Waldbreitbach seit Jahrzehnten sehr verbunden ist. Dabei ist sowohl der soziale als auch der spirituelle Dienst der Gemeinschaften aus seiner Sicht wichtiger Impulsgeber für die Verbandsgemeinde und darüber hinaus.

 

In den weiteren Beratungen wurden noch einmal die im vergangenen Jahr geförderten Projekte und Maßnahmen reflektiert und auch die für 2014 geplanten Veranstaltungen beraten. Im November diesen Jahres werden sowohl vier Projekttage zur „Inklusion" als auch einige Anschaffungen für einzelne Bewohner und Gruppen des St. Josefshauses getätigt, um deren Lebensqualität und die Teilhabe am Leben zu unterstützen. Die Stiftung fördert wesentlich Maßnahmen, die einen direkten Bezug zum  Leben der Menschen in unseren Einrichtungen haben und das Leben individuell fördern und stützen oder auch die Lebensqualität erweitern.

 

Bereits heute wollen wir auf die Projekttage zur Inklusion vom 19. - 23. November 2013 hinweisen. Zur Unterstützung der Stiftungsarbeit können Sie gerne direkt mit dem Vorsitzenden Bruder Ulrich Schmitz, Telefon (02638) 928-3500, Kontakt aufnehmen.

 

 

                                                                                                                                               

 

Erste Jugendvigil in St. Marienwörth

Am Freitag, den 24.05.2013, fand die erste Jugendvigil in der Kapelle von St. Marienwörth in Bad Kreuznach statt. Einige Jugendliche waren der Einladung der Franziskanerbrüder und der Schwestern Mägde Mariens von der unbefleckten Empfängnis gefolgt, um an dieser besonderen Art der Kontaktaufnahme zu Gott teilzunehmen.  
Nach einer Lichterprozession wurde die Tageslesung aus dem Buch Jesus Sirach verlesen und Generalsuperior Br. Ulrich Schmitz FFSC ging in seiner Katechese auf die Textstelle ein. Er betonte, dass Gott uns täglich eine Freudnschaftsanfrage sendet und mit uns gehen möchte.
In einer Zeit der Anbetung brachten alle ihre Anliegen vor und mit dem Eucharistischen Segen endete die Jugendvigil. Anschließend trafen sich alle noch zu Austausch und Gespräch im Refektorium der Brüder.
Schon heute laden wir ALLE zur nächsten Jugendvigil am 19. Juli 2013 um 20.00 Uhr ganz herzlich ein. Nähere Infos gibt es hier.

Vorschulkinder erleben St. Josefshaus

Die Vorschulkinder der Kindertagesstätte Mutter Rosa erhielten bei ihrer Exkursion ins St. Josefshaus der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz einen ganz besonderen Eindruck ins Ordensleben und in die Arbeit mit den Menschen, die in der Einrichtung leben.

Ein Besuch in der Kirche, im Kloster, in der Mariengrotte, eine Lichterprozession und Einblicke in die Kirchenschätze der Ordensgemeinschaft fanden großen Anklang bei den kleinen Besucherinnen und Besuchern. Bruder Johannes Maria, der den Tag organisiert hatte, freute sich über die Begeisterung der Kinder. Seit Januar ist er ehrenamtlich in der Kindertagesstätte aktiv und hatte nun zum Besuch in das Mutterhaus der Ordensgemeinschaft eingeladen.

Im Blick Jesu - mein Leben wagen

„Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung"

Dieser Vers aus dem Brief des Apostel Paulus an die Philipper ist der Sonntagslesung des 5. Fastensonntags entnommen, der für uns Franziskanerbrüder ein Tag besonderer Freude war. Im Hochamt legte Br. Timotheus Telega seine ewigen Gelübde auf unsere Konstitutionen und die Regel des Dritten Ordens des hl. Franziskus ab.

Vor drei Jahren hatte Br. Timotheus nach einem intensiven Entscheidungsprozess um den Übertritt in unsere franziskanische Brüdergemeinschaft gebeten, nachdem er in der Nachfolge Christi bereits über einige Jahre bei den Marianhiller Missionaren eine spirituelle Formung erhalten hatte und Erfahrungen im Apostolat dieser Gemeinschaft machen konnte.

Dem Grundauftrag in der Nachfolge, bleiben wir Menschen, wenn wir uns für einen geistlichen Weg in einer Ordensgemeinschaft entscheiden, immer treu. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Ordensgemeinschaften besteht jedoch in ihrer spirituellen Ausrichtung, der eigenen Tradition, die ein Leben in Gemeinschaft prägt und den Auftrag oder dem konkreten Apostolat. So ist es in der Kirche, weil Gott es uns so in Jesus Christus offenbart hat. Es geht Gott immer um den Menschen. Deswegen waren zur Professfeier nicht nur Geschwister und Angehörige von Br. Timotheus aus Polen angereist, sondern auch der Provinzial der Marianhiller Missionare, Pater Dr. Hubert Wendl und Pater Michael.

Leben ist eben nicht statisch, sondern ein Wachstumsprozess, der immer auch zum Aufbruch und Neuanfang ermutigt. Diesen Gedanken entfaltete Rektor Baus in seiner Predigt mit Blick auf Abraham, den diese urmenschliche Erfahrung noch im hohen Alter „neu werden" ließ. Aufbrechen, um letztlich immer mehr zu dem zu werden, zu dem Gott mich berufen hat oder wie Paulus in seinem Brief an die Philipper schreibt: „Nicht das ich es schon erreicht hätte oder das ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin."

Nach dem festlichen Hochamt gab es nicht nur Gelegenheit zur Gratulation, sondern auch zur persönlichen Begegnung, die alle Anwesenden reich beschenkt hat.

Wenn sich ein Mensch für seinen Weg mit Gott in einer geistlichen Gemeinschaft entscheidet, ist dies immer ein Grund zur Freude und zu danken. Möge dieser Tag mit all seiner Freude alle, die ihn miterlebt haben, stärken und Gottes Segen sie begleiten.

Im pax et bonum verbunden

Ihre Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz

 

Habemus Papam - Pax et Bonum

Welch eine Freude in der Franziskanischen Familie - und so auch bei uns Franziskanerbrüdern - die gerade die Namenswahl unseres neuen Papstes ausgelöst hat, können Sie sich sicherlich vorstellen.

Ein Name kann ein deutliches und ein hoffnungsvolles Zeichen sein. Nomen est Omen, so heißt es doch. Im Begriff Nomen ist der Ausdruck „ich heiße" enthalten,der wiederum auf das Wort „Verheißung" verweist. Und das Amen, welches wir aus dem Wort Namen herauslösen können, ist zugleich eine Bestätigung und Ermutigung: „So sei es!"

Diese kurzen Angaben könnten schon darauf verweisen, dass in allem Sein nur offenbar werden kann, zu entdecken oder zu entwickeln ist, was bereits in diesem Sein vorhanden und grundgelegt ist.

Die Aussage „Nomen est Omen" bedeutet phänomenenlogisch, etwas sichtbar machen oder erscheinen lassen. Alles was ist, auch wenn es noch so tief im Verborgenen ruht, scheint durch alle Wirklichkeiten des Lebens hindurch. So spiegelt sich das Wesen eines Menschen auch in seinem Namen wider, zumal wenn er, wie bei Papst Franziskus, selbst gewählt ist.

Papst Franziskus wählte diesen Namen wahrlich, so dürfen wir gewiss sagen, ganz bewusst. Seine geprägte Lebens- und Berufungsgeschichte als Jesuit verstärkt dieses Zeichen dabei noch, weil er sich mit dieser Namenswahl auf den bezieht, der sich ganz in die Nähe der Armen und Ausgegrenzten begeben hat.

Wie Sie sich vielleicht erinnern, lebte der hl. Franziskus in einer sehr bewegten Zeit. Kirche und Gesellschaft befanden sich in einem Umbruch. Viele Bewegungen entstanden und verschwanden in dieser Zeit. Sie waren Ausdruck einer gewaltigen Suchbewegung und Sehnsucht nach Orientierung. Dies prägt sicherlich auch unsere heutige Zeit in Kirche und Welt.

Der Weg des hl. Franziskus war im Gegensatz zu vielen anderen Aufbrüchen in damaliger Zeit, jedoch wesentlich bestimmt von seiner ungebrochenen Liebe zur Kirche. Er wollte seine Reformen und den Weg seiner Gemeinschaft nicht außerhalb der Kirche, sondern innerhalb der Kirche gehen. Treue und kritisches Hinterfragen und Agieren müssen sich dabei jedoch nicht ausschließen oder einander behindern. Dies können wir auf sehr eindrucksvolle Weise im Werden und Sein des hl. Franziskus erkennen.

So dürfen auch wir gespannt sein, welche Zeichen Papst Francesco wählt und dürfen darauf vertrauen, dass ihn seine Liebe zu Gott und den Menschen tragen und leiten wird.

Nehmen wir unseren neuen Papst Franziskus mit in unser Beten und empfehlen wir ihn dem Schutz und Beistand Gottes, so wie er es am Abend des 13. März auch von den vielen tausend Gläubigen erbeten hat.

Im pax et bonum Ihnen verbunden

Ihre Franziskanerbrüder vom Hl.Kreuz

Hilfe, die bei den Menschen ankommt

Bruder Ulrich Schmitz und Barbara Carl (stehend, 2. v. l.) bei der Übergabe der Sitzmöbel in der Gruppe Martin.

Erneut konnten in den vergangenen Monaten verschiedene Projekte durch die Bruder Jakobus Wirth Stiftung und die unter ihrem Dach errichtete Barbara Carl Stiftung gefördert werden. Auch für das Jahr 2013 liegen bereits einzelne Anfragen vor, um Wünschenswertes und Notwendiges für die Menschen in den Einrichtungen der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz umzusetzen.

 

Im Dezember 2012 konnten so auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe Martin im Franziskushaus neue Sitzmöbel für ihren Tagesraum in Empfang nehmen. Es ist immer wieder eine große Freude zu erleben, wie selbst Menschen mit schweren Behinderungen solche Neuerungen wahrnehmen und sich rasch einen „Lieblingsplatz" suchen.

In diesem Jahr steht sowohl die Unterstützung einer Städtereise nach Hamburg als auch die Anschaffung einer witterungsbeständigen und auch für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung geeigneten Möblierung mit Sonnenschutz für die Tagesförderstätte an.

 

Außerdem werden im laufenden Jahr erneut zwei Veranstaltungen der Bruder Jakobus Wirth Stiftung im Mutterhaus in Hausen mit dem Thema „JA zu einem Leben mit Behinderung" stattfinden. Zu dieser Thematik ist ein Grundsatzreferat mit anschließender Podiumsdiskussion verschiedener Teilnehmer geplant. Außerdem soll auch das Thema Inklusion auf besonders anschauliche Weise nahegebracht werden und ein besonderes Projekt zu dieser Thematik initiiert werden. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben und schon heute gilt allen Interessierten ein herzliches Willkommen.

 

Gerne steht der Vorsitzende der Stiftung, Bruder Ulrich Schmitz, auch für  ein persönliches Gespräch unter folgenden Kontaktdaten zur Verfügung: Bruder Jakobus Wirth Stiftung, Bruder Ulrich Schmitz, Hönninger Straße 2 - 18, 53547 Hausen/Wied, Tel. (02638) 928-0, br.ulrich@sanktjosefshaus.de.

 

Weitere Infos finden Sie hier.

Auch posten will geübt sein!

Seit einiger Zeit präsentieren sich die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz als Ordensgemeinschaft auch in den sozialen Medien. Eine Facebook-Seite und ein eigener YouTube-Kanal ermöglichen neue Formen der Kommunikation. Nun fand eine Schulung zu diesen Themen statt, um Teilnehmern aus verschiedenen Ordensgemeinschaften die Möglichkeiten von Web 2.0 aufzuzeigen.

Welche Einstellungen nehme ich im Hinblick auf meine Privatsphäre vor? Wie kann ich Inhalte teilen? Welche posts sind eigentlich wirklich interessant? Wie lade ich zu Veranstaltungen ein? Dies waren nur einige der Fragen, mit denen sich die Teilnehmer/innen der Schulung beschäftigten. Andrea Engelmann von der Agentur "das team" hatte die Veranstaltung sehr gut vorbereitet und half jedem direkt beim Erstellen des eigenen accounts oder beim Schreiben erster posts.

Folgen auch Sie uns auf Facebook und YouTube und finden Sie hier zusätzliche Infos zu den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz.

Zur Liebe befreit

Foto: Jörg Niebergall

Diesen Titel haben das Künstlerehepaar Petra und Erwin Würth ihrem Gesamtkunstwerk in Holz und Text gegeben. Schon dieser Gedanke, oder ist es eher ein Wunsch, eine persönliche Erfahrung, führt auch mich ganz nah an eine Wahrheit heran, die den Heiligen aus Assisi tief geprägt hat.

Liebe kann ich nicht nur denken,
sondern Liebe muss ich tun.

 

Vielleicht ist ja gerade dies die spirituelle Kraft franziskanisch geprägter Menschen, die Liebe aus der Enge unseres Denkens herauszuführen und herauszuarbeiten, um sie der Welt zu zeigen oder wie Franziskus es sagt, in die Welt hineinzugebären. Als ein solches Geburtsgeschehen möchte ich auch diese Kunstwerke bezeichnen.

 

Petra und Erwin Würth sind zwei Menschen, die sich in ihrer Unterschiedlichkeit nicht nur ergänzen, sondern darüber hinaus die künstlerische Sprache im Leben des anderen empor schaffen und ans Licht bringen, um Gestalt werden zu können. Dieser wirklich schöpferische Akt, gemeinsam Neues ins Leben zu setzen, bleibt für mich ein ganz zentrales Wesensmerkmal dieses Gesamtwerkes.

 

Kunst möchte immer Erfahrung vermitteln und ist somit eine Form der Verkündigung. Kunst ist jedoch nie einseitig und lässt nur das erkennen, was der Betrachter sieht. Nein, sie lädt zum Weiterdenken und Tiefersehen ein, will den Menschen näher an sich selbst und seine Lebenswirklichkeit heranführen. Die Bereitschaft sich umwandeln zu lassen, sich selbst loszulassen, um sich ganz einlassen zu können, wird in aller Kraft und Intensität in den Holzskulpturen deutlich.

 

Am 03. November wurde diese Ausstellung mit dem Ehepaar Petra und Erwin Würth, begleitet durch Orgelspiel, eröffnet. Bis zum 02. Februar 2013 wird die Ausstellung in der Klosterkirche des Mutterhauses der Franziskanerbrüder vom Hl. Kreuz sein, um sowohl Berufung und Leben des Hl. Franziskus als auch seine Schöpfungsspiritualität und seine Beziehung zum Schöpfer jeglichen Lebens eindrucksvoll zu verkünden.

 

Gerne bieten die Franziskanerbrüder auch Gelegenheit für eine Führung und Begleitung durch die Ausstellung. Eine vorherige Terminabstimmung können Interessierte gerne auf folgende Weise vornehmen:

Telefonisch unter (02638) 928-0 (Zentrale St. Josefshaus)
Durchwahl: (02638) 9283507 (Mo.-Do. vormittags)

oder per Mail an Renate Kolling oder Bruder Ulrich Schmitz. 

Einführung der neuen Konventleitungen

Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz (3. v. l.) mit den neuen Konventoberen Bruder Matthias Equit (Mutterhaus), Bruder Josef Kopp (Kloster Ebernach) und Bruder Bonifatius Faulhaber (St. Marienwörth) v. l. n. r.

Das Fest Kreuzerhöhung, Titularfest der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, war in diesem Jahr sehr geeignet, um die Konventleitungen in ihr Amt offiziell einzuführen. Nach dem Festhochamt in der Kreuzkapelle, dem Gründungsort der Gemeinschaft, wurden die neuen Konventleitungen durch Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz in ihr Amt eingeführt. So ist es in der Gemeinschaft seit vielen Jahrzehnten Brauch.

Nachmittags hatten sich die Mitbrüder bereits zu einer Mitgliederversammlung eingefunden, um neben den Regularien auch den neuen Vorstand nach dem Generalkapitel offiziell zu bestätigen und den Rechenschaftsbericht entgegenzunehmen. Außerdem wurden wichtige Fragen der weiteren strategischen Entwicklung diskutiert und konkrete Arbeitsaufträge für den Vorstand verabschiedet.

Zur Einführung der neuen Konventleitungen erläuterte Bruder Ulrich noch einmal einige wesentliche Aspekte für die jeweiligen personellen Entscheidungen und bedankte sich bei den Mitbrüdern, die in den vergangenen Jahren bereit gewesen sind, Verantwortung zu übernehmen.

Er betonte dabei, dass Ordensgemeinschaften nie nur lernende Organisation, sondern lebendige Gemeinschaft sind, die einander in Achtung begegnen und mit einer gemeinsamen Sendung unterwegs sind. Geistliche Gemeinschaften sollen nicht in erster Linie „operative Zentren" sein, sondern ein Ort des Austausches, des Lebens, der Begleitung und der Förderung für Menschen, die sich engagieren für die Menschen aus dem Geist des Evangeliums.

Ordensleben handelt also primär nicht auf der operativen Ebene, sondern muss immer wieder den kritischen Maßstab des Evangeliums einbringen und dies durch eine überzeugend gelebte Berufung deutlich erkennbar werden lassen.

Gemeinschaft lebt wesentlich aus der Bereitschaft einander zu achten, was gegenseitige Wertschätzung verlangt. In einer franziskanisch geprägten Gemeinschaft darf es kein Oben und Unten geben, welches nicht rückgebunden ist an den Geist des Evangeliums. 

Möge Gott uns Wege zeigen und uns immer mehr befähigen, glaubwürdige Zeugen seiner Liebe zu sein.

Neue Arbeitsgruppe Berufepastoral

Am 10. August traf sich die Arbeitsgruppe Berufepastoral erstmalig im Kloster Ebernach. Mitglieder dieser Gruppe sind: Bruder Ulrich, Bruder John Francis, Bruder Matthias, Bruder Bonifatius und Bruder Timotheus. Folgende Verantwortlichkeiten wurden festgelegt: Printmedien, Homepage/Internet und Anzeigen liegen in der Verantwortung von Bruder Bonifatius und Bruder Timotheus.
Auch die Unterstützung bei der Planung und Durchführung spiritueller Angebote wurde von Bruder Bonifatius und Bruder Timotheus zugesagt, wobei die Angebote für Interessierte auch von anderen Mitbrüdern der Arbeitsgruppe begleitet werden. Erstanfragen an unsere Gemeinschaft werden weiterhin von Bruder Matthias in deutscher Sprache und von Bruder Timotheus in polnischer Sprache bearbeitet.

Kontakt: Bruder Matthias Equit FFSC
info(at)franziskanerbrueder.de

Noviziat wieder im Mutterhaus

Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz mit Bruder Johannes Maria.

Nachdem vor gut 10 Jahren Postulat und Noviziat, also die spirituelle Ausbildung und Formation, vom Mutterhaus zum Konvent nach Bad Kreuznach wechselte, findet diese nun wieder im Mutterhaus statt.

Die personellen Veränderungen innerhalb der Konvente sowie die neu zugeordnete Verantwortung, machten dies notwendig. So wechselte Bruder Johannes Maria zum 01. September in die Kommunität des Mutterhauses, wo er nun seine Noviziatsformation erhält. Begleiten werden ihn in dieser Zeit Bruder Ulrich Schmitz, Noviziatsleiter und in deren Abwesenheit Bruder Matthias Equit, Konventoberer.

Sicherlich bietet die Kommunität des Mutterhauses geeignete spirituelle und soziale Lernmöglichkeiten und kann junge Menschen auch sehr konkret an das Gründungscharisma heranführen.

 

Neue Konventleitungen benannt

Im Nachgang zum Generalkapitel hat der Generalrat der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz nun auch die Konventleitungen für die nächsten drei Jahre ernannt. Nach intensiven Beratungen mit den Mitbrüdern und auch im Hinblick auf die Verantwortlichkeiten und Herausforderungen als Ordensgemeinschaft und als Träger von Sozialeinrichtungen wurden folgende Entscheidungen getroffen:

Konvent Mutterhaus (Hausen/Wied)
Superior: Bruder Matthias Equit
Vikar: Bruder Günther Mühlenhoff

Konvent Kloster Ebernach (Cochem/Mosel)
Superior: Bruder Josef Kopp
Vikar: Bruder Thomas Bonsemeyer

Konvent St. Marienwörth (Bad Kreuznach)
Superior: Bruder Bonifatius Faulhaber
Vikar: Bruder Bernd Wirkus

Der Generalrat bedankt sich ausdrücklich für das Engagement aller Brüder, die sich in diesen verantwortungsvollen Dienst stellen.

Die neuen Leitungen werden in einem Festgottesdienst am 14. September 2012 um 18 Uhr in der Mutterhauskirche in Hausen/Wied in ihr Amt eingeführt. Eine Vorstellung in den Konventen vor Ort erfolgt dann im Oktober.

Informationsfahrt nach Tschenstochau

Über die Homepage der Franziskanerbrüder und verstärkt auch über Social Media kommen immer wieder Anfragen von jungen Menschen aus Polen, die sich für den Orden interessieren. Anlass genug für Bruder Bonifatius Faulhaber und Bruder Timotheus Telega nach Tschenstochau zu fahren, um den Orden vorzustellen.

Bei dieser Gelegenheit war der obligatorische Besuch der Schwarzen Madonna im Kloster Jasna Góra ein spirituelles Erlebnis, das beide Brüder tief beeindruckt hat. Gerade in den Monaten Juli und August besuchen zahlreiche Pilgergruppen die Ikone, die als heiligste Reliquie des Landes gilt.„Wir waren erstaunt, wie viele Jugendliche und junge Familien sich auf diese mehrtägige Pilgerreise machen. Die Straßen hoch zur Basilika waren gesäumt mit Schaulustigen und jede Pilgergruppe hat gesungen und musiziert. Die Atmosphäre war einmalig und hat uns sehr berührt", fasst Bruder Bonifatius die Erlebnisse zusammen.Im Anschluss an den Besuch in Tschenstochau machten beide noch einen Abstecher zum Annaberg, wo auch Franziskaner leben. Dort findet einmal jährlich ein großes Treffen speziell mit Jugendlichen statt, bei dem auch die Thematik der geistlichen Berufung besprochen und in Workshops diskutiert wird. Es ist angedacht, diese Chance zu einem Treffen und zum Austausch mit jungen Erwachsenen zu nutzen und sich an diesem Treffen auf dem Annaberg im nächsten Jahr zu beteiligen.

Abschlussveranstaltung zum Ordensjubiläum

Der Maronenbaum findet seinen Platz im Park des St. Josefshauses.

Mit dem Festgottesdienst am Sonntag, 10. Juni 2012, um 14 Uhr in der Mutterhauskirche in Hausen fand das Jubiläumsjahr nun offiziell seinen Abschluss. Der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann war Hauptzelebrant des Gottesdienst, zu dem unter anderem auch Ministerpräsident Kurt Beck erschienen war.

In der vollbesetzten Mutterhauskirche ging Bischof Ackermann in seiner Ansprache auf die Bedeutung von Ordensgründer Bruder Jakobus Wirth für das Wiedtal ein. Dabei vergaß er auch die Selige Mutter Rosa nicht, Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, die gemeinsam mit Bruder Jakobus die Entwicklung des Wiedtales im 19. Jahrhundert entscheidend geprägt hat. Bischof Ackermann forderte eindrücklich dazu auf, die Schöpfung nicht immer nur "schlecht zu reden", sondern vielmehr das Gute zu sehen und die Inseln der Hoffnung zu entdecken, wie Bruder Jakobus und Mutter Rosa sie in der damaligen Zeit waren. Auch heute noch führen die Franziskanerbrüder diesen Auftrag in dem sozial-caritativen Werk für die ihnen anvertrauten Menschen fort und geben denen Hoffnung, die am Rand der Gesellschaft stehen.

Gemeinsam mit Bewohnern und Mitarbeitern brachten die Brüder dann Symbole des Jubiläums wie ein Bildnis des Stifters, die Original-Ordensregel, das Jubiläumskreuz, die Jubiläumskerze und eine Schale mit Scherben als Symbol der Schuld in die Kirche. Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz erklärte den Zuhöreren die jeweilige Bedeutung, die sich im Motto des Jubiläumsjahres "Im Kreuz ist Hoffnung" zusammenfassen lässt.

Nach dem Gottesdienst schloss sich der Festakt zum Jubiläum mit verschienden Grußworten an. Ministerpräsident Kurt Beck wies dabei auf den besonderen Geist hin, den er in den Einrichtungen der Franziskanerbrüder erlebe und dankte für den Dienst an den Menschen, den die Gemeinschaft übernimmt. Schwester Basina Kloos, Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, betonte die gute Zusammenarbeit, die auch heute noch zwischen den Gemeinschaften herrscht und die ihre Anfänge in der gegenseitigen Unterstützung von Bruder Jakobus und Mutter Rosa genommen hat. Dr. Birgit Kugel überbrachte als Direktorin die Glückwünsche des Diözesan-Caritasverbandes Trier und ging in ihrem Grußwort auf die Bedeutung der Franziskanerbrüder als verlässlicher Träger von Sozialeinrichtungen ein, die durch ihr Tun für benachteiligte Menschen auf diese besondere Art und Weise von Gott erzählen. Schließlich überbrachten Verbandsgemeindebürgermeister Werner Grüber und Ortsbürgermeister Karl Josef Hühner die Grüße der Bürger und der jeweiligen Gemeinden. 

Ein ganz besonderer Dank geht auch an die vielen Menschen, die den Festgottesdienst mitgestaltet haben: die Vereine, die Chöre sowie die Instrumentalisten und Solisten, die der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen gaben.

Im Anschluss hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch ein besonderes Geschenk zum Jubiläum in Form eines Maronenbaums, der unter der Mithilfe von Bischof Ackermann im Park des St. Josefshauses gepflanzt wurde.

Bei Kaffee und Kuchen bestand schließlich die Möglichkeit zur Begegnung in der Cafeteria des St. Josefshauses, die von vielen Festgästen noch gerne genutzt wurde.

Vom 11. bis zum 18. Juni 2012 finden sich die Brüder derzeit zum Generalkapitel im Mutterhaus zusammen, das alle sechs Jahre stattfindet. Dort werden inhaltliche Fragen zur Ausrichtung der Gemeinschaft diskutiert, über Anträge der einzelnen Brüder entschieden und auch eine neue Generalleitung gewählt, die den Orden bis zum nächsten Generalkapitel führt.Bilder zur Festveranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

Ordenspräsentation bei der Heilig-Rock-Wallfahrt

"Und führe zusammen, was getrennt ist." Unter diesem Leitmotiv fand in den letzten Wochen die Wallfahrt zum Heiligen Rock in Trier statt, welche am 13.05. endete. In den zurückliegenden Wochen kamen viele Tausende Frauen und Männer nach Trier und pilgerten zum Heiligen Rock, dem ungeteilten Gewand unserer Erlösers Jesus Christus, als ein Symbol der von ihm geforderten Einheit. Trier wurde in diesen Wochen zu einem Ort inständigen Gebets, des Lobpreises und vor allem der gegenseitigen Stärkung auf dem Weg als getaufte Christen.

Die verschiedenen Ordensgemeinschaften des Bistums Trier, des ältsteten Bistums Deutschlands, waren in diesen Tagen auch präsent und mit verschiedenen Angeboten in der St. Antoniuskirche mitten unter den Wallfahrern. Frauen und Männer des Gott geweihten Lebens haben von ihrem Weg der engeren Nachfolge Christi berichtet und zu Gebet, Betrachtung und kreativem Tun eingeladen. Für viele wurde dadurch Ordensleben hautnah erfahrbar, und es wurde sichtbar, dass die Männer und Frauen des Gott geweihten Lebens Teil der Gemeinschaft der Glaubenden sind.

Wir, die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, machten am 09. und 10.05. Station in der St. Antoniuskirche. Im wahrsten Sinne des Wortes öffneten wir alle Pforten der Kirche, luden zu Gebet, Meditation und zur kreativen Auseinandersetzung mit unserem Leitwort "Im Kreuz ist Hoffnung" ein. Mit vielen Menschen kamen wir, Bruder Thomas, Bruder Timotheus, Bruder Johannes Maria und Bruder Bonifatius, ins Gespräch. Jede Begegnung war eine Bereicherung und für uns Brüder ein Geschenk. Besonders die Vesper an den Abenden beider Tage, welche von Frau Koster an der Orgel hervorragend begleitet wurden, waren ein Höhepunkt unserer Präsens. Wir konnten auch über unser Apostolat, unseren Dienst an kranken, behinderten und alten Menschen erzählen. Dieser Dienst ist in einer Gesellschaft zunehmender Vereinsamung und eines ausgeprägten Individualismus nach wie vor von großer Bedeutung. Gerade in der dienenden Hinwendung zum Nächsten wird Kirche und Gottverbundenheit auf einzigartige Weise deutlich. Die Tage in Trier waren für uns eine wertvolle Erfahrung, gerade im Hinblick auf unser einhundertfünfzigjähriges Gründungsjubiläum, welches wir in diesem Jahr begehen dürfen. Wir konnten dadurch deutlich machen, dass wir, die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, durch unseren Dienst als Ordensbrüder "nahe bei den Menschen sind, und Gott im Herzen tragen".

Pace e bene

Bruder Bonifatius Faulhaber

Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier

„Jesus Christus,

Heiland und Erlöser,

erbarme dich über uns

und über die ganze Welt.

Gedenke deiner Christenheit

und führe zusammen, was getrennt ist.

Amen."

So lautet das Pilgergebet von 1959, unter dem auch die diesjährige Heilig-Rock-Wallfahrt des Bistums Trier steht. Pilger aus aller Welt haben vom 13. April bis zum 13. Mai 2012 die Gelegenheit, diese bedeutendste Kostbarkeit der Trierer Domkirche zu sehen. Das letzte Mal fand eine solche öffentliche Ausstellung der Reliquie im Jahr 1996 statt.

Um Teil dieses seltenen Ereignisses zu sein, machten sich insgesamt rund 150 Ordenschristen und Mitarbeiter der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz am 26. April von den verschiedenen Konventen und Einrichtungen aus auf den Weg zur gemeinsamen Wallfahrt. Auch wenn das Wetter leider nicht mitspielte, begann man den Tag gut gelaunt in der Kirche St. Margareta in Kenn mit einer Statio/Andacht. Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz FFSC und der ansässige Pfarrer Dr. Ralph Hildesheim stimmten die Pilgergruppe auf den kommenden Tag ein, die Pilgerbücher wurden verteilt und jeder Teilnehmer erhielt den eigens für diesen Tag gestalteten Wallfahrtsschal.

In Trier angekommen ging es direkt zur Liebfrauenbasilika, um dort gemeinsam mit Weihbischof Jörg Michael Peters die Heilige Messe zu feiern, bei der P. Klemens-Maria Banse OFM und Pater Thomas Pittapillil konzelebrierten. Bruder Bonifatius Faulhaber FFSC assistierte als Diakon bei diesem Gottesdienst. In der überfüllten Basilika ging der Weihbischof ausführlich auf die Bedeutung des Heiligen Rockes ein, denn die Frage der Echtheit lässt sich wissenschaftlich nicht endgültig belegen. Letztlich kommt es aber auch nicht darauf an, ob der in Trier gezeigte Rock tatsächlich das Untergewand Jesu ist, um das die Soldaten nach der Kreuzigung würfelten. Vielmehr gilt für den Heiligen Rock genau das, was für alle Reliquien gilt und was Bischof Dr. Stephan Ackermann im Vorwort des Pilgerbuches deutlich herausstellt: Reliquien sind hinweisende Zeichen, die den Glauben anregen können, aber sie sind nicht selbst Gegenstand des Glaubens. Wer sich aber wie die Pilgergruppe direkt im Anschluss an die Messe in die Schlange der Wartenden in Richtung Heiliger Rock einreihte, der konnte sich der Faszination und der Einmaligkeit dieses Gewandes nur schwer entziehen.

Wieder draußen im Regen führte der nächste Weg ins Pilgerzelt, um sich ein wenig zu erholen und für das ausstehende Restprogramm zu stärken. Um 15 Uhr fand die Schlussandacht in der Kirche St. Irminen statt, welcher Bruder Bonifatius Faulhaber FFSC vorstand und die von einigen Ordensschwestern musikalisch begleitet wurde. Besonderer Höhepunkt war ein Lichtertanz der indischen Schwestern an den sich die Entzündung einer speziellen Wallfahrtskerze anschloss. In einer Zeit der Stille hatte jeder Wallfahrtsteilnehmer dann die Möglichkeit, die Ereignisse des Tages Revue passieren zu lassen. Als Zeichen der besonderen Verbundenheit in der Trägerschaft zog jeder Gottesdienstbesucher zum Abschluss ein Kärtchen mit dem Namen eines Mitarbeiters aus unseren Einrichtungen, den man im Gebet bedenken sollte. In den Bussen auf der Heimreise waren sich die Pilger einig: Eine Heilig-Rock-Wallfahrt - gerade auch als einrichtungsübergreifende Veranstaltung für die gesamte Dienstgemeinschaft - ist ein besonderes Ereignis, das auf die ein oder andere Weise sicherlich noch lange nachklingen wird.

Einkleidung von Bruder Johannes Krüger

Am 30.04.2012 wurde Bruder Johannes Krüger, so wie es bei den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz üblich ist, in der Kreuzkapelle in Hausen/Wied eingekleidet. An diesem Ort begannen bereits die Selige Mutter Rosa Flesch, Bruder Jakobus Wirth und auch Bruder Antonius Weber ihren Lebensweg als Ordenschristen.
Als Novize begibt sich nun auch Bruder Johannes auf ihre Nachfolge. Zu Beginn des Noviziats erhält jeder Bruder sein Ordensgewand, bestehend aus Habit (Gewand), Skapulier (Überwurf) und Zingulum (Strick). Bis zur Ersten Profess ist das Zingulum glatt, danach werden die drei Knoten als Symbol für die drei Gelübde Armut, Gehorsam und Keuschheit zugefügt.
Mit der Einkleidung und Aufnahme in den Orden, bei der  der Novize auch seinen Ordensnamen erhält, beginnt das zweijährige Noviziat. Die theologische und spirituelle Ausbildung des Novizen während dieser Zeit dient dem Einleben in die neue Lebensform als Franziskanerbruder vom Heiligen Kreuz und der persönlichen Vertiefung des Glaubens.
Die Gemeinschaft freut sich sehr, dass sich mit Johannes Krüger wieder jemand auf den Weg als Novize gemacht hat. Wir wünschen ihm dafür Gottes reichen Segen!

Bruder Johannes vom Kreuz feiert silbernes Ordensjubiläum

Seit 25 Jahren ist Bruder Johannes vom Kreuz Mitglied der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. Gemeinsam mit seinen Mitbrüdern und einigen Ordensschwestern feierte er diesen besonderen Tag in der Mutterhauskirche in Hausen/Wied.
Rektor Richard Baus ging in seiner Predigt ausführlich auf die Bedeutung des Kreuzes - das Bruder Johannes für seinen Ordensnamen gewählt hat - ein. Zum einen blickte er dabei auf Franziskus von Assisi und seine besondere Begegnung mit dem Kreuz von San Damiano. Diesem Kreuz, mit einem "heruntergekommenen" Gott, der sich auf gleiche Augenhöhe mit den Menschen begibt. Ein Gott, der nicht auf Privilegien pocht, sondern der bei den Menschen und für sie da sein will.
Und auch einen zweiten Aspekt des Kreuzes stellte Rektor Baus deutlich heraus: Unter dem Kreuz stehen die Gottesmutter und der Lieblingsjünger Johannes. Das Kreuz ist es, das beide zusammenbringt und eine Verbundenheit zwischen ihnen schafft. Unter dem Kreuz werden sie zu Verwandten, die Verantwortung füreinander übernehmen. Dies ist auch die Botschaft an uns: Kümmert euch um euren Nächsten und übernehmt Verantwortung für ihn.
Dies hat Bruder Johannes vom Kreuz immer in vorbildlicher Weise getan und tut es immer noch. Ob seinerzeit als Gesamtleiter der Wohn- und Dienstleistungseinrichtung Kloster Ebernach oder aktuell als Mitglied im Vorstand des Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz e.V., er gehört zu denjenigen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen und Verantwortung übernehmen. Auch dann, wenn es einmal nicht einfach ist.
Wir wünschen Bruder Johannes alles Gute zu seinem Jubiläum und noch viele erfüllte, segensreiche Jahre in der Mitte seiner Gemeinschaft!

Ostergruß 2012

Hier finden Sie einen Ostergruß von Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz.
Ihnen allen wünschen wir eine segensreiche Zeit!

Einladung zur Vernissage

Die Ausstellung "GründungsOrt der Hoffnung", die mit einer Vernissage am 04. Mai 2012 um 16 Uhr in der Kreuzkapelle eröffnet wird, strebt das Ziel an, die Wertigkeit dieses Ortes besonders herauszustellen. Dies dargestellt in Bildern, Grafiken, Zeichnungen und Skizzen, die auch einen Blick auf die  Geschichte der Kreuzkapelle werfen. So finden sich Tuschzeichnungen und Skizzen neben modernen Grafiken, die aber alle das gleiche Ziel anstreben, diesen Ort auf seine Einzigartigkeit anzusprechen.

Auch ein Teil der Menschen die in der Kreuzkapelle gelebt haben oder mit ihr sehr verbunden waren, finden einen Platz in der Ausstellung. Nicht zuletzt auch, weil der Begriff der Gründung sehr eng mit dem Ort Kreuzkapelle verbunden ist. Aber auch die Hoffnung, die dieses Gebäude seit über 300 Jahren für viele Menschen ausgestrahlt hat und dies auch immer noch tut, sollte in den Bildern zum Ausdruck kommen.

Zur Person:
Dipl.Des. (FH) Martin Schmitz, *1964, wohnt und arbeitet seit 1989 als freier Grafiker in Waldbreitbach
Seit 1991 im St. Josefshaus beschäftigt - heute in der Funktion als Bereichsleiter

Text zu Beginn der Fastenzeit

Foto: Andrea Koster

Gespräch mit dem Gekreuzigten, mit der gekreuzigten  Liebe Gottes

„Jesus, du sprichst mit mir wie mit einem guten Freund, ohne viel Worte.
Die stillen Worte sind oft die ergreifendsten Worte.
Ich sehe dich entblößt. Alles hat man dir weggenommen, dein Gewand, deine Würde.
Du wolltest nichts für dich behalten, du konntest alles lassen, denn dein ganzer Verlass in aller Verlassenheit war einzig Gott, dein Vater.
Ich sehe die Nägel an deinen Händen, die drückende Dornenkrone auf deinem Haupt und die tiefe Wunde in deiner Seite.
All das sehe ich und denke an deine unbegrenzte Liebe zu uns Menschen.
Ich kann den Blick von deinen Armen und Händen nicht abwenden.
Diese Arme und Hände die mit unbegrenzter Liebe umfassen, umarmen möchten.
Bin ich es, den du umarmen willst?
Sind es die Menschen an meiner Seite, die du umarmen möchtest?
Sind es die Kranken, Behinderten, die Drogenabhängigen, die Ausgegrenzten unserer Gesellschaft, die du umarmen möchtest?
Hast du nicht gesagt, „wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen."
Du wunderbarer Mensch! Du menschlicher Gott! Du unsagbares, geheimnisvolles Wort.
Auch schweigend sagst du mir so vieles, eigentlich alles.
Worte, die ich erst höre, wenn ich ganz still werde.
Worte, die mich anfragen, herausfordern und auffordern.
Worte, die mein Christsein anfragen.
Worte, die zu deiner Nachfolge herausfordern.
Worte, die zum gelebten Zeugnis der Nächstenliebe auffordern." 

Erging es nicht, in jener Zeit, auch dem Schriftgelehrten so, welchen uns der Evangelist Markus vor Augen stellt und der zu Jesus kam und ihn fragte?
„Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm, und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer. Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen." (Mk 12, 28-34)

Gerade in der Situation, in der sich die öffentliche Auseinandersetzung Jesu mit den religiösen Führern des Volkes Israels, auf dem Höhepunkt befindet, wird Jesus von einem Schriftgelehrten, die Grundfrage gestellt: „Welches ist von allem das erste Gebot."
Dieser Schriftgelehrte fragt damit Jesus nach der Sinnmitte der ganzen Thora, welche aus 248 Geboten und 365 Verboten, also aus insgesamt 613 Gesetzen besteht. Bei so vielen Gesetzen muss es doch eine gewisse Rangordnung geben. So dachte zumindest ein Teil des jüdischen Volkes. Jesus antwortet auf die Frage des Schriftgelehrten nach der Sinnmitte zunächst mit dem Hinweis auf das Glaubensbekenntnis eines Israeliten: „Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr"

Dieses Glaubensbekenntnis ist die Grundlage aller Gesetze. Gott ist der einzige und einzigartige Herr. Er allein hat das Sagen. Er weiß, was für den Menschen gut ist. Die ganze Heilsgeschichte des Volkes Israel, als eine Geschichte der Erwählung und Befreiung durch den Gott Israels, ist in diesem Grundbekenntnis zum Ausdruck gebracht. Daher kann die Antwort des Menschen auf diese Heilsgeschichte nur Liebe, Liebe zu diesem Gott, sein. Es ist zugleich eine Liebe, die den ganzen Menschen einfordert, sein Herz und seine Seele, seine Gedanken und seine Lebenskraft. Nun könnte der Schriftgelehrte zufrieden sein. Denn dies bedeutet also, dass die Sinnmitte der ganzen Thora die ganzheitliche Liebe des Menschen zu Gott ist.

Jesus jedoch geht einen entscheidenden Schritt weiter. Er stellt dieser ganzheitlichen Liebe zu Gott, die Liebe zum Mitmenschen, zum Nächsten, gleich. Ja er bringt es noch stärker auf den Punkt. Die Liebe zum Nächsten ist geradezu der Prüfstein, ob die Gottesliebe des Menschen echt ist. Der Maßstab aber für die Beziehung zum Nächsten, ist die Liebe zu sich selbst. Jesu Herzensanliegen ist es, Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe auf eine Stufe zu stellen. Diese dreieinige Liebe hat er uns, gerade mit dem Tod am Kreuz, exemplarisch vorgelebt. Heute stellt uns der gekreuzigte Jesus, die gekreuzigte Liebe, die Frage nach unserem Christsein, unserer Sinnmitte des Lebens.

Auf diese seine Frage will er eine Antwort von uns, welche sich in Beispiel und Zeugnis wiederspiegelt. Eine Antwort in Beispiel und Zeugnis der dreieinigen Liebe von Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe. Ich denke, gerade in der liebenden Hinwendung zu Menschen am Rande der Gesellschaft, in der Solidarität für Notleidende, Benachteiligte und Verachteten, finden wir Orte und Räume um auf diese Frage eine Antwort zu geben. Denn an diesen Orten können wir Gott, den Gekreuzigten, erfahren und begegnen und somit in der tätigen Nächstenliebe auch unserer Gottesliebe Ausdruck verleihen.

Ich bin überzeugt, dass gerade wir, als Menschen im karitativen, diakonischen Dienst, aufgefordert sind an solche Orte und Räume zu gehen. Denn der Gekreuzigte Jesus wird uns einmal fragen: „Warum sucht ihr mich in Kirchen und Kapellen, in Wiesen und Wäldern, in Blumen und Blüten, in Wind und Wolken, in Psalmen und Propheten, in Sturm und Stille, in Bildern und Begriffen? Ja, auch dort bin ich zu finden. Doch oft bin ich euch näher: In meinen geschundenen, ausgebeuteten, kranken, behinderten und verachteten Schwestern und Brüdern."

Br. Bonifatius Faulhaber FFSC

Das Gottgeweihte Leben, ein Zeugnis für Welt und Kirche

Am 02. Februar feiert die katholische Kirche den Gedenktag des „Gottgeweihten Lebens." Von Anfang an gab es in der Kirche Frauen und Männer, die durch ihr Leben sich ganz Gott weihen wollten, auch in unserer Stadt und unserer Region gibt es diese Frauen und Männer. In ihrer Lebensform nach den Evangelischen Räten (Armut, Gehorsam, Keuschheit), möchten sie Jesus in größerer Freiheit nachfolgen, möchten mit ihm eine einmalige, intime und ausschließliche Beziehung eingehen, die eine andere zwischenmenschliche Beziehung nicht mehr zulässt. Sie möchten durch diese besondere Lebensform darauf hinweisen, dass die eigentliche Erfüllung menschlicher Sehnsucht noch aussteht und dass das Leben als Christ nicht aus einer abstrakten Glaubenslehre besteht, sondern aus der Gemeinschaft mit Christus, unserem Herrn. Bei dieser Lebensform handelt es sich um Haltungen und Werte von: Warten, Erwarten, Hoffen, Ausschau halten und Hinweisen. Haltungen und Werte, welche in unserer Gesellschaft und manchmal auch in der Kirche nicht gerade hoch im Kurs stehen und eher belächelt, ja abgelehnt werden. Die Nachfolge des Lebens und des Lebensweges Christi ist eine Herausforderung für alle Christen, der sie nachkommen müssen. Ja, es ist eine gewaltige Herausforderung für den Christen, denn es gilt dem Gekreuzigten und auferstandenen Herrn zu folgen. Sein Leben mit dem eigenen Leben zu bezeugen, bei Christus in die Schule des Lebens zu gehen. Auf diesem Lebensweg braucht es immer wieder Zeugnis, Beispiel, Inspiration und kritische Anfrage.

Könnten nicht die Gemeinschaften des Gottgeweihten Lebens hier ein Splitter im Auge der Kirche und der Gesellschaft sein, um deutlich zu machen, was es heißt, an den Gott Jesu zu glauben und ihm nachzufolgen? Könnten die Gemeinschaften des Gottgeweihten Lebens nicht zum Rufer in der Wüste werden und das Anbrechen des Reiches Gottes glaubhaft und zeugenhaft leben und damit deutlich machen, dass das Reich Gottes schon mitten unter uns ist? Kurz gesagt, braucht die Gesellschaft und die Kirche das Zeugnis des Gottgeweihten Lebens?

Ja, die Gesellschaft und vor allem die Kirche braucht dieses Zeugnis des Gottgeweihten Lebens, um sich ihrer eigenen Sendung und Berufung ständig bewusst zu werden. Die Kirche braucht diese Geistlichen Gemeinschaften, damit die Menschen diese Sendung und Berufung lebendig erfahren.

Papst Johannes Paul II. schrieb am 25. März 1996 im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Vita Consecrata" an die Frauen und Männer der Geistlichen Gemeinschaften und der Institute des Gottgeweihten Lebens:

„Ihr sollt euch nicht nur einer glanzvollen Geschichte erinnern und darüber erzählen, sondern Ihr habt eine große Geschichte aufzubauen! Blickt in die Zukunft, in die der Geist versetzt, um durch Euch noch große Dinge zu vollbringen. Macht Euer Leben zu einer leidenschaftlichen Christuserwartung, indem Ihr ihm entgegengeht wie die klugen Jungfrauen dem Bräutigam entgegengehen. Seid immer bereit, treu zu Christus, zur Kirche, zu Eurem Institut und gegenüber dem Menschen unserer Zeit. So werdet Ihr Tag für Tag von Christus erneuert werden, um mit seinem Geist brüderliche Gemeinschaften aufzubauen, mit ihm den Armen die Füße waschen und euren unersetzlichen Beitrag zur Verklärung der Welt zu leisten. Diese unsere, den Händen des Menschen anvertraute Welt, die im Begriff ist, in das neue Jahrtausend einzutreten, soll immer menschlicher und gerechter sein können. Zeichen und Vorwegnahme der künftigen Welt, in der Er, der Erniedrigte und Verherrlichte, der Arme und Gepriesene Herr, mit dem Vater und dem Heiligen Geist für uns und für unsere Brüder und Schwestern die vollkommene und bleibende Freude sein wird."

Dies braucht immer wieder Ansporn und es ist Herausforderung, auf dem Weg der besonderen Nachfolge Christi nicht zu ermüden und sein JA täglich neu zu sprechen, im Bewusstsein, dass es auch Wegstrecken mit Einsamkeit und Dürre geben wird. Täglich das Loslassen neu einüben, loslassen von dem was einem am liebsten ist, damit Gott es wandelt und erneuert zurückgibt. Sich nur in Gott verankern und so den eigenen Lebensweg / Glaubensweg zu gehen wie Abraham ihn gegangen ist, so zu leben, als hätte man, und hat doch noch nicht. Dafür braucht es Menschen die mitgehen, die mitbeten und mit Ausschau halten, Ausschau nach dem himmlischen Bräutigam.

In unseren Konventen wird es verschiedene Feiern zu diesem besonderen Gedenktag geben. In der Brüderkommunität von Kloster Ebernach, 56812 Cochem an der Mosel, Bruder Maximilian Str. 1, wird es am Vorabend, dem 01.02.2012 um 17.00 Uhr eine feierliche Vesper geben, an die sich eine Lichterprozession zur Marienkapelle im Ebernacher Tal anschließt.

In Bad Kreuznach findet am Donnerstag, dem 02.02.2012, um 17.15 Uhr ein Gottesdienst in der Kapelle St. Marienwörth (Mühlenstraße 39) statt, der von den dort lebenden Ordensgemeinschaften mitgestaltet wird.

Alle Interessierten sind an den verschiedenen Standorten herzlich zur Mitfeier eingeladen. 

Suche nach Identität und Sinn

Johannes Krüger beginnt sein Postulat

Wir Franziskanerbrüder freuen uns, dass Johannes Krüger am 3. Advent sein Postulat in unserer Ausbildungskommunität in Bad Kreuznach beginnt.

Postulat wird die erste offizielle Zeit benannt, die das Hineinwachsen in eine geistliche Gemeinschaft als „Mitbruder" zum Ziel hat.

Wenn sich jemand für das Leben als Franziskanerbruder interessiert, kann er nach einer Zeit der Prüfung und des ersten Kennenlernens während regelmäßiger Besuche, um Aufnahme ins Postulat bitten. So war es auch bei Johannes, der seit April diesen Jahres an den Wochenenden und auch zu weiteren Zeiten im Konvent der Franziskanerbrüder in Bad Kreuznach als Interessent zu Gast war. Nachdem der Generalsuperior ihm vor einigen Wochen die Zusage zur Aufnahme ins Postulat gegeben hat, wird Johannes nun zum 3. Advent von Mainz in den Konvent der Brüder nach Bad Kreuznach umziehen.

Diese erste Entscheidung gründet auf der konkreten Bereitschaft, die wie folgt zu benennen ist: Ich bin bereit, mich auf den „Weg der gemeinsamen Gottsuche" zu begeben und möchte die Gemeinschaft, ihr Leben und Wirken näher kennen lernen. Ziel des Postulats in den kommenden 6 Monaten ist es, die persönliche Berufung klarer zu erkennen und die Weiterentwicklung des persönlichen, geistlichen Lebens in Gemeinschaft zu erproben. Der Alltag des Postulanten selbst wird dabei wesentlich geprägt sein von den gemeinsamen Gebetszeiten, der Feier der Liturgie sowie der konkreten Arbeit in einer der sozialen Einrichtungen in eigener Trägerschaft. Ein zentrales und für uns Franziskanerbrüder lebensbestimmendes Ziel der Ordensausbildung ist in unserer Regel wie folgt formuliert:

„Was die zu uns Kommenden an Gott geschenkten Anlagen und deren wertvoller Entfaltung in der früheren Erziehung mitbringen, möge zugunsten ihrer Gesamtpersönlichkeit bewusst weiter gepflegt werden." (Art. 103)

Möge Gott auch weiterhin Frauen und Männer mit seiner Liebe so berühren, dass sie seinen Ruf vernehmen und sich ergreifen lassen von der Botschaft des Evangeliums, die sie zu den Menschen führt.

So heißen wir Johannes herzlich in unserer Brüdergemeinschaft willkommen und bitten um Gottes Weggeleit für ihn und alle, die mit uns unterwegs sind.

Pace e bene

Ein besonderes Jubiläum im Jubiläumsjahr

Am 04. Oktober 2011 kann Bruder Cäsarius Slonina auf 75 Jahre in der Gemeinschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz zurückblicken. Damit hat er die Hälfte der insgesamt 150-jährigen Ordensgeschichte selbst miterlebt.

Der 93-jährige wurde am 04. November 1917 im hessischen Loshausen geboren. 1934 kam er zu den Franziskanerbrüdern, nachdem er eine Schlosserlehre absolviert hatte. 1936 legte er dann seine Gelübde ab.

Zunächst arbeitete er als Schlosser im St. Josefshaus in Hausen/Wied, dem Mutterhaus der Gemeinschaft. Als die Franziskanerbrüder 1937 infolge der Sanktionen durch das Nazi-Regime das St. Josefshaus verlassen mussten, lebte Bruder Cäsarius ein Jahr im Kloster Ebernach, bevor er von 1938 bis 1947 nach Rom übersiedelte und dort in der Villa San Francesco für seine Ordensgemeinschaft tätig war.

Nach dem Krieg 1947 wurde er von seinen Ordensoberen in das Haus Cruyshof in Baarle-Nassau/Niederlande berufen. Dort wirkte er viele Jahre als verantwortlicher Oberer. Unter anderem entfaltete er eine rege Bautätigkeit und wirkte maßgeblich am Aufbau der dortigen Gemeinschaft mit. Er bekam die holländische Staatsbürgerschaft.

1962 kehrte er nach Kloster Ebernach zurück und wirkte dort als Superior bis 1971. Von hier ab finden wir ihn in Vila Itoupava in Brasilien, einer Missionsstation der Brüder. Auch hier stand Bruder Cäsarius in besonderer Verantwortung. Seit 1994 ist er wieder im Kloster Ebernach und versorgt bis heute insbesondere die beiden Marienkapellen auf dem Gelände.

Wir gratulieren Bruder Cäsar ganz herzlich zu seinem Jubiläum und wünschen ihm weiterhin noch einige segensreiche Jahre im Schoß der Brüdergemeinschaft.