Kapitelnews

Generalkapitel der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz

Vom 12. bis zum 19. September 2018 findet das 36. Generalkapitel der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz im Mutterhaus in Hausen an der Wied statt. Hier finden Sie täglich interessante Einblicke in diesen internen Ordensvorgang, bei dem unter anderem eine neue Generalleitung gewählt wird, aber auch andere Sachfragen geklärt werden. Wir bitten um Ihr begleitendes Gebet für unsere Gemeinschaft. Pax et bonum!

8. Tag, 19. September 2018

Der achte und letzte Tag unseres Generalkapitels begann mit der Laudes in der Mutterhauskirche. Danach haben wir weiter an der Agenda für unsere zukünftigen Aufgaben gearbeitet. Einige Themen wie zum Beispiel die Öffnung in andere Länder oder die Zukunftsperspektiven unserer Mitbrüder in den Vereinigten Staaten konnten beim Kapitel nur angerissen werden. Die nächsten Wochen und Monate werden nun der Sacharbeit zu diesen Themen und dem Vorantreiben unserer Entscheidungsfindung dienen.  

Zum Abschluss des Kapitels feierten wir in der Kreuzkapelle gemeinsam die Heilige Messe. In seinem Schlusswort betonte Generalsuperior Bruder John Francis, dass die Generalleitung in den nächsten sechs Jahren sehr teamorientiert zusammenarbeiten wird. Es ist ihm wichtig, einen intensiven Kontakt zu allen Brüdern zu pflegen und unter Einbeziehung verschiedener Blickwinkel und Charismen wo immer möglich einen Konsens zu den anstehenden Fragen und Themen zu erreichen. Als erster Schritt dazu wird der Generalrat in den nächsten Wochen zu Visitationen in den einzelnen Konventen erwartet, um das Gespräch mit den Brüdern zu suchen. 

Unser 36. Generalkapitel fand in einer Atmosphäre  konstruktiven Miteinanders und lebendiger Diskussionen statt. Unser Dank gilt allen Brüdern für ihr Mittun, ihre Ideen und auch ihre Kritik. Wir freuen uns darauf, die nächsten sechs Jahre gemeinsam zu gestalten. Dabei ist uns ein Wort des hl. Franziskus besonders nahe, das in abgewandelter Form am Ende unserer Konstitutionen steht: „Legt nicht alles fest, lebt!“ In diesem Sinne freuen wir uns auf die vor uns liegende Arbeit. Mit den Segensworten unseres Ordensvaters sandte Bruder John Francis die einzelnen Brüder zurück an ihre Lebens- und Wirkungsorte. Pax et bonum!

7. Tag, 18. September 2018

Heute wurde weiter an den verschiedenen Anträgen gearbeitet und vor allem auch zukunftsweisende Themen diskutiert. Wie zum Beispiel: Kommunikation, Transparenz, Konventprofile, Leitungsverständnis, Partizipation bei Entscheidungen,......

Es ist manchmal kräftezehrend, so ein Generalkapitel und zwischendurch braucht es Raum und Zeit zum Durchatmen und zum stillen Gebet, auch in unserer wunderschönen Mutterhauskirche.

6. Tag, 17. September 2018

Heute am Fest der Wundmale des Hl. Franziskus standen die Berichte aus unseren Werken und Dienste im Mittelpunkt. Richard Lynch berichtete aus den USA und Dr. Matthias Bussmann, Joachim Domann und Br. Bonifatius Faulhaber berichteten aus den Werken und Diensten in Deutschland.

Sehr viele positive Entwicklung wurden benannt und die versammelten Mitbrüder/Kapitulare konnten sich davon überzeugen, dass das Erbe unseres Stifters, unser Apostolat, gut für die Zukunft aufgestellt ist. Hier gilt ein ganz großer Dank allen Frauen und Männern in unserer großen Dienstgemeinschaft, welche sich Tag für Tag den uns anvertrauten Menschen zuwenden.

Am Nachmittag wurden weitere Anträge beraten und verabschiedet, insbesondere mit dem Schwerpunkt „das Priestertum“ in unserer Gemeinschaft.

Weiterhin auf Euer Gebet vertrauend, verbleiben wir mit einem franziskanischen Pace e Bene.

5. Tag, 16. September 2018

Der 5. Tag des 36. Generalkapitels stand ganz im Zeichen der "Mobilität" mit einem Ausflug nach Kloster Ebernach und Kloster Maria Martental. Nach der Heiligen Messe am Morgen, die von Rektor Baus zelebriert wurde, ging es auf den Weg nach Cochem.

Dort besuchten die Kapitelteilnehmer unter anderem das Künstleratelier "Ausdruck". Hier schaffen Menschen mit Beeinträchtigungen wundervolle Kunstwerke, die schon zahlreiche Preise gewonnen haben und auf Ausstellungen in ganz Deutschland präsentiert wurden.

Nach einem Abstecher in Kloster Maria Martental klang der Abend dann in gemütlicher Atmosphäre im brüderlichen Zusammensein im Mutterhaus aus. Dieser Sonntag war eine willkommene Pause, um Luft zu holen und die letzten drei Tage des Sachkapitels gestärkt anzugehen.

4. Tag, 15. September 2018

Nach dem Wahlkapitel am gestrigen Freitag wurden heute Fragen des Sachkapitels bearbeitet. Von allen Anträgen wurde insbesondere einer sehr lange und intensiv diskutiert. Dabei ging es um den Neubeginn unseres Charismas als Gemeinschaft in anderen Ländern.

Wir pflegen seit langem eine intensive Beziehung nach Indien, zahlreiche Schwestern tun ihren Dienst in unseren Einrichtungen. Nun stehen wir vor der Frage, ob wir in diesem wunderbaren und faszinierenden Land eine Niederlassung gründen wollen. Pater Jintho MC hat in seinem Bericht die Möglichkeit einer Kooperation dargestellt, worüber wir nun weiter beraten werden. Alle Diskussionen fanden in einer Atmosphäre der Brüderlichkeit und des "Hörens auf den den anderen" statt.

Der heutige Abend steht nun mit einem gemeinsamen Grillen unter dem Motto des Beisammenseins. Morgen findet ein Ausflug nach Kloster Ebernach und zum Kloster Maria Martenthal statt. Wir danken für Euer Gebet und die vielen persönlichen und öffentlichen Nachrichten. Pax et bonum!

3. Tag, 14. September 2018

Nach dem Eröffnungsgottesdienst gingen wir zur Wahl des Generalsuperiors unserer Gemeinschaft, unter dem Vorsitz von Dr. Georg Holkenbrink (Bischofsvikar für die Orden, Trier).

Als Generalsuperior wurde Brother John Francis Tyrrell gewählt. Gott segne unseren Mitbruder in seinem neuen Dienst.
Am Nachmittag wurden dann die übrigen Mitglieder der Generalleitung gewählt:

Br. John Francis Tyrrell, Generalsuperior
Br. Bonifatius Faulhaber, Vikar, Ökonom
Br. Timotheus Telega, Assistent, Sekretär
Br. Josef Kopp, Assistent
Br. Roman Maria Bauer, Assistent

Gottes Heiligen Geist für die Mitbrüder im Leitungsdienst.

Morgen beginnt das Sachkapitel. Wichtige und zukunftsweisende Themen werden in den kommenden Tagen erörtert und entschieden.


Danke für das Gebet und weiterhin Bitte um Euer Gebet!

2. Tag, 13. September 2018

Nach der Feier der Hl. Messe ging es gestärkt durch Gottes Wort und Sakrament in die Beratungen des 2. Tages des Generalkapitel. Heute wurden verschiedene Berichte und Reports vorgetragen. Aus den Werken und Diensten in Deutschland und den USA Zahlen, Daten und Fakten schwirrten durch den Raum. Unsere externen Fachexperten verstanden es aber, diese manchmal „trockene“ Kost lebendig zu präsentieren....

Am Nachmittag stand der Rechenschaftsbericht von Generalsuperior Ulrich Schnitz FFSC mit anschließender Aussprache auf der Tagesordnung. Danach wurden nochmals verschiedene Personaldiskussionen geführt, in Vorbereitung auf den morgigen Wahltag.

Zum Abschluss des Tages versammelten sich alle zur gemeinsamen Anbetung in der Klosterkirche. Dies war nochmals eine dichte und berührende Zeit.

Herr Jesus Christus, bleibe Du immer die Mitte all unseres Tuns und Handelns und führe uns morgen durch einen zukunftsweisenden Wahltag.

1. Tag, 12. September 2018

Heute haben wir uns spirituell auf die kommenden Tage eingestellt. Der 1. Tag unseres Kapitels begann mit einem Impuls des Geistlichen Rektors unserer Gemeinschaft, Richard Baus. Mit dem Bild "Der Traum der Magier" hat er uns daran erinnert, dass gerade die Stille der Arbeitsplatz Gottes sei, um zu uns zu finden und wichtige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, wie es uns jetzt im Kapitel bevorsteht.

Anschließend berichtete Generalsuperior Bruder Ulrich von Lernerfahrungen während seiner 18-jährigen Amtszeit. Gerade die Visitationen und der persönliche Kontakt mit den Mitbrüdern war ihm immer sehr wichtig als eine "Begegnung in Verschiedenheit", bei der jeder vom anderen lernen kann.

Dem Öffnen der Vorschlagslisten für die Leitungsdienste der Gemeinschaft folgte eine intensive Diskussion und ein reger Austausch. Auch Einzelgespräche mit den Kandidaten boten die Möglichkeit, mehr voneinander zu erfahren. Der Tag endete mit der Vesper in unserer Mutterhauskirche.